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Christi. Museen,
beschränkteren freilich, aber oft doch sehr entschieden, in Beziehung aufbestimmte einzelne Provinzialismen.
Die systematische Darstellung des Ganges, welchen die kirchlicheKunst bei den verschiedenen Völkern unter den gegebenen besonderenVerhältnissen genommen hat, und die Schilderung ihrer Leistungen inden einzelnen Epochen ist die Aufgabe der christlichen Kunstgeschichte.
11. Gegenwärtiges Handbuch umfasst im Allgemeinen die na-tioneil deutsche Gestaltung der kirchlichen Kunst des Mittelalters, wiesich dieselbe vom IX. und X. bis zur Mitte des XVI. Jahrhundertsgebildet hat; der hauptsächlichsten provinziellen Eigenthiimlichkeitensoll jedoch besonders gedacht werden.
Bis auf Karl den Grossen stand die gcsammte abendländische Kunstnoch völlig auf dem Boden des antik römischen und griechischen Lebens,und erst von dem Zeitpunkte an, wo nach dem Zerfallen des ReichesKarls des Grossen Deutschland ein selbständiger Staat wurde, wardaselbst der Anfang einer nationalen Gestaltung der Kunst möglich. —Den Endpunkt der Geschichte der mittelalterlichen Kunst in Deutschlandbildet das Zeitalter der Reformation : denn obgleich bereits mit dem be-ginnenden XV. Jahrhundert der mittelalterliche Idealismus dem modernenRealismus zu weichen anfängt, so bediente sich doch , besonders in derkirchlichen Baukunst, der neue Geist noch fast anderthalb hundert Jahrehindurch der alt hergebrachten, wenn auch modificirten Formen , und dieWiederaufnahme der Antike, welcher zuerst in Italien Filippo Brunelleschi(1375—1444) sich hingegeben hatte, wurde in Deutschland, wie über-haupt ausserhalb Italiens, erst gegen die Mitte des XVI. Jahrhundertsgemein.
Anmerkung 1. Die beweglichen kirchlichen Denkmale des M. A.sind in neuerer Zeit aus verschiedenen Anlässen aus den Kirchen und derenNebenräumen vielfach in Museen, Bildergalerien und andere Kunstsamm-lungen übergegangen, unter denen hier, abgesehen von den grossen allge-meinen Museen und den zahlreichen Sammlungen, welche ausschliesslich denvaterländischen Alterthümcrn gewidmet sind und meist von den geschicht-lichen und Altertlmms-Vereinen gepflegt werden, wegen ihrer kirchlichenTendenz besonders diejenigen in unseren Tagen entstandenen Museen her-vorzuheben sind, die, meist mit den katholischen Bischofsitzen verbunden,den Namen christlicher Museen führen. Wir nennen das erzbischöflicheMuseum in Cöln (zeitweise bereichert durch anderswoher entliehene Kunst-werke), die bischöflichen Museen in Münster und Paderborn, die Diöcesan-Museen in Kloster Metten (für den Sprengel von Regensburg) und Freising.Diese- Sammlungen haben sämmtlich einen mehr localen Charakter und denpraktischen Zweck einer Wiederbelebung der mittelalterlichen Kunst, wäh-rend das christliche Museum der Universität zu Berlin sich die Aufgabegestellt hat, nicht Originalwerke der Kunst zusammenzubringen, sonderndurch Nachbildung und Abbildung von Denkmälern in planmässiger Aus-wahl von der gesammten Kunstentwickelung seit der urchristlichen Zeit bisins XVI. Jahrh. eine auf Kenntniss des Einzelnen gegründete Uebersicht