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Zn dein Heyse'schen Wörterbuche sind ungefähr 90 000 Fremdwörter aus-geführt. Wenn wir auch von dieser Unsumme eine Anzahl Lehnwörter, Ligen-namen, veraltete Ausdrücke, auch einige selten gebrauchte deutsche Ausdrücke, diemit ausgenommen sind, abzuziehcn haben, wenn wir selbst 20000 Stück abziehenund die Zahl auf 70000 beschränken, so ist dieses doch immerhin eine wahrhaftriesige Ziffer. Aümelins Einwendung, dieser Masse sei zu den Wcltwörternzu rechnen, habe ich schon zurückgewicsen: wenn diese Weltwörter in deutschenSchriften Vorkommen, so gehören sie eben zu den deutschen Fremdwörtern, undes bleibt die Thatsachc bestehen, daß es im Deutschen eine wahrhaft erschreckendeMasse von Fremdwörtern giebt. Natürlich wird der größte Teil davon nursehr selten, nur in Fachschriften gebraucht, sehr viele gehören zu den unentbehr-lichen. Daß cs sich aber bei der Frage der Verdeutschung nicht nur „umeinige Dutzend oder auch Hunderte von Fremdwörtern" handelt, wie RümelinsS. s6) und sein Nachbeter Delbrück behaupten, das können wir auch ziffermäßigbelegen.
Wir brauchen nur den Wortvorrat der Verdeutschungswörterbüchcranzusehen. Zn diese sind nur diejenigen Fremdwörter ausgenommen, für welchesich ein deutscher Ersatz darbictet; die unentbehrlichen und die Lehnwörter sindebenso wie die eigentlichen Fach- und Aunstwörter samt den selten vorkommendenund veralteten weggelassen. And trotzdem finden sich in meinem „Wörterbuchevon Verdeutschungen entbehrlicher Fremdwörter", in welchem ich nur die ge-bräuchlicheren Ausdrücke ausgenommen und zumeist die abgeleiteten Wörter, derenVerdeutschung durch den Hauptausdruck nahe lag, wetzgelassen habe, gegen6000 Wörter, in dein Verdeutschungswörterbuche von Sarrazin etwa ^0 000, indem von Sanders 20000 Wörter. Das sind sprechende und — beweisendeZahlen.
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