übertrug ihm am 12. Juni 1291 die Obsorge über die farbigen Glastafelnder marmornen, nunmehr abgetragenen St. Johanneskapelle zu Kloster-neuburg nebst dem Genüsse der dazu gestifteten Weingärten *).
Von Alter gebeugt, gab Meister Eberhard das durch lange Jahreverwaltete „Glasampt“ dieser Kapelle auf, und Herzog Otto von Oester-reich verlieh dasselbe am 4. Januar 1331 zu Wien an dessen SohnAlhart mit denselben Nutzungen, welche der Vater bezogen hatte * 2 3 ).
Unter Abt Friedrich von Aich (1273 —1315) wirkte zu Krems-münster der Laienbruder Herwig oder Herxvick als Glasmaler.
Im Jahre 1296 erscheint zu Köln „Goswinus gelasewortereet Gertrudis“ im Albansschreine, Buch ad domum Vozlini; 1305 imBuche Cleric. portae von St. Columba als „Gozwinus glasewortere etDruda“ und ebendaselbst 1330, wo ihm der Name „Goiswinus dictusglaiswortere“ gegeben ist s ).
An anderer Stelle 4 ) nennt Merlo mehrere Kölnische Meister: Magister W i 1 -helmus, glasewortere et Lisa 129S. Johannes de Nussia, glasewortere etDruda 1312. — Mar inannus (Marcmannus) glaseator (glasewortere) et Hilla1314. 1316. — Henricus de Nussia glaisworter et Segewigis 1325.
Meister Philipp 5 ), Magister Philippus vitriator, glaisworter oderglaseator, war mit Petrissa verheirathet und kommt in verschiedenenSchreinsbüchern von 1327 —1351 mehrere Male vor, im letzten Jahreals verstorben.
Ein Magister Jacobus vitriator (auch gelaiswortere und glaseator)wird ebenfalls an mehreren Stellen von 1349 — 1363 genannt als Mannder Druda und als gener magistri Philippi glaseatoris. Meister Jakobder Glasworter oder vitrifer war 1362 für die St. Victorskirche zu
') Considerato, quod vitreis ipsius Capellae specialis sit adhibenda diligentia,Magistro Eberhardo vitriario, qui in arte et facultate sua subtilis, expedituset utilis esse dicitur, vineas reformationi et conservationi vitrearum earundem de-putatas hactenus et collatas duximus assignandas, ut ipsarum fructibus et mercede con-ductus v i t r e a s ipsas einendet, dum opus fuerit, et reformet. In cujus rei testi-monium praesentes conscribi et sigillari fecimus, dicto Eberhardo se circa vitreasmemoratas exercente decenter et utiliter lantummodo valituras. Pez., Thes. anecd. 6,2, 170. Urkunde Herzog Albrecht’s von 1291.
2 ) Vcrgl. Ca mesina, Die ältesten Glasgemälde zu Klosterneuburg, S. 19 u. 20.
3 ) Kölner Künstler in alter und neuer Zeit v. Joh. Jacob Merlo; herausgeg.v. E. Fir me n i ch-Ric h a r t z und H. Keussen, Düsseldorf 1895, S. 304.
4 ) Die Meister der altköln. Schule von Joh. Jakob M e r 1 o , Köln 1852, S. 191.
5 ) Er bewohnte das domwärts gelegene Eckhaus der grossen Budengasse undI-Iohestrasse; dasselbe hat stets bei Uebergängen an andere Eigenthtimer die Erinne-rung an ihn beibehalten; es wird 1367 und 1790 erwähnt. Vergl. Merlo, II. Auf!.,S. 671.
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