Der Mysticismus.
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nicht sahen, noch Andere konnten sich selbst nichts vormachen,wagten aber nicht, den Uebrigen zu widersprechen. So wurdeMaeterlinck von Mirbeaus Gnaden mit einem Schlag eingroßer Dichter, und zwar ein „Zukunfts"-Dichter. Mirbeanhatte auch Proben gegeben, die einem nicht hysterischen, derSuggestion nicht widerstandlos preisgegebcnen Leser vollkom-men genügen konnten, um Maeterlinck als das zu erkennen,was er ist, nämlich als einen geistesschwachen Nachlaller, abergerade diese Proben entrissen dem „Figaro"-Publikum Schreieder Bewunderung, denn Mirbeau hatte sie als Schönheitenersten Ranges bezeichnet.und man weiß, daß eine entschiedeneVersicherung genügt, unr Hypnotisirte zu bestimmen, rohe Kar-toffeln als Orangen zu essen und sich selbst für Hunde oderandere Vierfüßler zu halten.
Allenthalben waren rasch Apostel zur Hand, die denneuen Meister verkündeten, deuteten, priesen. Unter den Gigerlnder Kritik, die ihren Ehrgeiz darein setzen, die allerletztenModen, die Mode von morgen, wie in der Farbe und Formder Halsbinden, so in den Erscheinungen des Schriftthums,als die ersten anzunehmen, ja sie womöglich vorzuahnen, unterdiesen kritischen Gigerln entstand ein wahrer Wetteifer, einanderin der Verhimmelung Maeterlincks zu überbieten. Es wurdeschon gesagt, daß von seiner „krinoosso Naloins" seit MirbeausSuggestion zehn Auflagen abgesetzt, daß seine „Blinden" undsein „Eindringling" an verschiedenen Orten aufgeführt wurden,und ich füge hinzu, daß sich selbst in Deutschland schon einhysterischer Blaustrumpf gefunden hat, der in einem großenBerliner Blatte mit herzbrechendem Ernst die HerrlichkeitMaeterlincks predigte. Ob das Gewäsch dieser Modenärrin,eine Art zweiten Aufgusses der Mirbeauschen Suggestion, aufdie deutschen Leser, mit Ausnahme einiger Pfleglinge vonNervenheilanstalten und Irrenhäusern, Wirkung gemacht hat,weiß ich allerdings nicht zu sagen.