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1 (1892)
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Der Mysticismus.

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und dies ist die einzige Lücke in dem sonst vollständigen Bilde.Die Größe des hochwürdigen Pfarrers Kneipp hat Wagnernicht erlebt; andernfalls würde er wahrscheinlich auch für dieurdeutsche Weihe der nassen Füße und die Erlöserkraft desKniegusses tiefsinnige Worte gefunden haben.

Als daher die schwärmerische Freundschaft des KönigsLudwig von Bayern für Wagner diesem erst das nöthige An-sehen gegeben und die allgemeine Aufmerksamkeit Deutschlandsauf ihn gelenkt, als das deutsche Volk Wagner mit seinenEigenheiten kennen gelernt hatte, da mußten ihm alle Mystikerdes jüdischen Blutopfers, der wollenen Hemden, des pflanz-lichen Küchenzettels und der Sympathiekuren nothwendig zu-jauchzen, denn er war die Verkörperung aller ihrer Zwangsvor-stellungen. Seine Musik nahmen sie blos mit in den Kauf.Die weitaus größere Mehrheit der Wagner-Fanatiker verstandnichts von ihr. Die Gemüthserregungen, die sie bei den Werkenihres Abgottes empfanden, gingen nicht von den Sängern unddem Orchester aus, sondern zum Theil von der malerischenSchönheit der Bühnenbilder und zum größern Theil von denbesonderen Delirien, die sie ins Theater mitbrachten und alsderen Wortführer und Vorkämpfer sie Wagner verehrten.

Ich gehe iudeß nicht so weit, zu behaupten, daß es einzigund allein der Skat-Patriotismus und der heldenmüthige Na-turhcil-, Reis mit Obst-, Juden raus- und Flanell-Idealis-mus war, der die Herzen der Wagner-Frommen beim An-hören seiner Musik in wonniger Bewegung rascher schlagenmachte. Diese Musik war gewiß ebenfalls dazu angethan,Hysteriker zu entzücken. Ihre starken Orchester-Wirkungenbrachten bei ihnen hypnotische Zustände hervor in der Pa-riser Salpetrisre erzeugt man häufig die Hypnose durch plötz-liches Anschlägen eines Gongs und die Formlosigkeit derunendlichen Melodie entsprach ganz dem träumenden Schweifenihres eigenen Denkens. Eine klare Melodie erweckt und fordert