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1 (1892)
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205
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Der Mysticismus.

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Der dritte unter den führenden Geistern der Symbolistenist Jean Moroas, ein französisch dichtender Grieche, der mitvollendeten sechsunddreißig Jahren (seine Freunde behaupten,doch wohl nur aus kameradschaftlicher Bosheit, daß er sich er-heblich verjünge) Alles in Allem drei sehr dünnleibige, kaumje 100 bis 120 Seiten starke, Sammlungen von Versen her-vorgebracht hat, welche die TitelDes K^rtos" (Die Syrten"!),1^68 Oantälsnss" und l'elerin passionns" tragen. Na-türlich kommt es nicht auf den Umfang der Leistung an, wenndiese außergewöhnlich bedeutend ist. Wenn aber ein Mannjahrelang in endlosen Kaffeehaus-Sitzungen von Erneuerungder Dichtung und Offenbarung einer Zukunftskunst schwatztund schließlich als Ergebniß seiner weltbewegenden Anstrengungdrei Broschürchen mit läppischen Versen vorzeigt, dann wirdauch die stoffliche Unansehnlichkeit der Leistung zu einem Zugeder Lächerlichkeit.

Moroas ist einer von denen, die das WortSymbolismus"erfunden haben. Einige Jahre lang war er der Hohepriesterdieser Geheimlehre und versah ihren Altardienst mit dem er-forderlichen Ernste. Dann schwor er plötzlich eines Tagesseinen selbstgestifteten Glauben ab, erklärte, derSymbolismus"sei immer nur als Scherz gemeint und bestimmt gewesen, dieDummköpfe ander Nase herumzuführen, und das wirkliche Heilder Dichtung sei imRomanismus" zu finden. Unter diesemneuen Worte behauptet er die Rückkehr zur Sprache, Vers-sorm und Empfindungsweise der französischen Dichter am Aus-gange des Mittelalters und in der Zeit der Renaissance zuverstehen, doch wird man gut thun, seinen Ausführungen nürmit Vorsicht zu folgen, da er in zwei oder drei Jahren viel-leicht auch seinenRomanismus" ebenso als einen Bierhaus-Ulk enthüllen wird wie denSymbolismus".

Das Erscheinen deskslsrin pasÄoniis" im Jahre 1891wurde von den Symbolisten als ein Ereigniß gefeiert, mit dem