Der Mysticisnms.
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für das getreue Abbild des Weltbaues ausgaben. Man kamnatürlich bald dahinter, daß die vernunftstolzen Encyklopädistensich und ihre Jünger täuschten. Es wurden Thatsachen be-kannt, die ihren vorschnellen Erklärungen widersprachen, undes gab eine ganze Reihe von Erscheinungen, von denen dasSystem überhaupt keine Kenntniß nahm, die es wie ein zukurzes Mäntelchen nicht bedeckte und die spöttisch an allen Säu-men hervorguckten. Da mißhandelte man die Philosophie derEncyklopädisten mit Fußtritten und beging ihr gegenüberdenselben Fehler, den auch siebegangen hatte: man verwechseltedie Methode der verständigen Kritik mit ihren Ergebnissen inder Hand der Encyklopädisten. Weil diese, aus Mangel an that-sächlichen Kenntnissen, die Natur falsch und willkürlich erklärten,schrieen die enttäuschten Wissensdurstigen, die verständige Kritikan sich sei eine falsche Methode, das folgerichtige Denken führezu nichts, die Aufschlüsse der Aufklärungs-Philosophie seienebenso unerwicsen und unerweislich wie die der Religion und derMetaphysik, nur unschöner, kälter und enger, und man stürzte sichmit Inbrunst in alle Tiefen des Glaubens und Aberglaubens,wo zwar der Baum der Erkenntniß nicht wuchs, aber schöneLuftspiegelungen das Auge enzückten und die warmen, durch-dufteten Quellen aller Emotionen rieselten.
Und noch verhängnißvoller als der Jrrthum ihrer Phi-losophie war die falsche Psychologie der Encyklopädisten. Sieglaubten, das Denken und Handeln des Menschen sei vomVerstände, von den Gesetzen der Folgerichtigkeit bestimmt, undhatten keine Ahnung davon, daß die eigentliche treibende Kraftseiner Gedanken und Thaten die Emotionen sind, jene in denTiefen der inneren Organe ausgearbeiteten Erregungen, derenUrsprung sich dem Bewußtsein entzieht, die Plötzlich wie eineHorde von Wilden ins Bewußtsein ein brechen, nicht angeben,woher sie kommen, sich keiner Polizeiordnung des gesittetenDenkens fügen nnd gebieterisch Unterkunft fordern. Das ganze
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