Der Mysticismus.
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eines solchen Dcgenerirten bestehen also neben den übrigenVorstellungen, welche von den wechselnden Reizen der Außen-welt erweckt sind, stets auch Vorstellungen aus dem Bereicheder Geschlechtlichkeit und er knüpft an jeden Eindruck, den ervon den Wesen und Dingen empfängt, auch erotische Gedan-ken. So gelangt er dazu, geheimnißvolle Beziehungen zwischenallen möglichen Erscheinungen der Wirklichkeit, zwischen einemEisenbahnzuge, dem Titel seiner Zeitung, einem Piano u. s. w.und dem Weibe zu ahnen und bei Anblicken, Worten, Gerüchen,die keinem gesunden Menschen einen derartigen Eindruck machen,Erregungen verliebter Natur zu empfinden, die er auf unbe-kannte Eigenschaften jener Anblicke, Worte u. s. w. zurück-führt. So kommt es, daß der Mystizismus in den meistenFällen eine deutliche erotische Färbung und der Mystiker,wenn er seine dunkeln Grenzvorstellungen deutet, stets dieNeigung hat, ihnen einen erotischen Inhalt zuzuschreiben. DasGemisch von Übersinnlichkcit und Sinnlichkeit, von Glaubens-und Liebesschwärmerei, welches das mystische Denken kennzeichnet,ist selbst jenen Beobachtern ausgefallen, die nicht verstehen, auswelche Art es zu Stande kommt.
Der Mysticismus, den ich bisher untersucht habe, ist dieauf angeborner oder erworbener Willensschwäche beruhende Un-fähigkeit, das Walten der Jdeen-Assoziation durch die Aufmerk-samkeit zu leiten, schattenhafte Grenzvorstcllungen in den Helleninnern Kreis des Bewußtseins zu ziehen und die Vorstellungenzu unterdrücken, welche mit den die Aufmerksamkeit eben fesselndenunverträglich sind. Es gibt aber auch eine andere Form desMysticismus, deren Ursache nicht mangelnde'Aufmerksamkeit,sondern eine Anomalie der Reizfähigkeit des Gehirns undNervensystems ist. Im gesunden Organismus leiten die Sinnes-nerven die Eindrücke der Außenwelt in ihrer vollen Stärkedem Gehirn zu und die Erregung der Hirnzelle steht in gerademVerhältnisse zur Stärke des ihnen zugeführten Reizes. Anders
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