Der MysticiZmiis
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Theologie und Metaphysik tief. Platt ist das römische Recht, tiefdas Traumbuch und die Prophezeiung des Mönchs von Lehnin.Die Figuren, die beim Bleigießen in der Sylvesternacht zumVorschein kommen, wären die richtigen Sinnbilder ihrerTiefe.
Der Inhalt des mystischen Denkens wird durch den Cha-rakter und Bildungsgrad des Degenerirten und Hysterikersbestimmt. Denn man vergesse nie, daß das krankhaft veränderteoder erschöpfte Gehirn blos der Nährboden ist, der von derErziehung, dem Unterricht, den pebcnseindrücken und Erfahrungenu. s. w. die Saat empfängt. Die Saatkörner entstehen nichtin ihm, sie erhalten nur in ihm und durch ihn ihre besonderenEntwickelungs-Störungen, ihre Verkrüppelungen, Mißbildungenund tollen Schößlinge. Der Naturforscher, der die Fähigkeitder Aufmerksamkeit verliert, wird zum sogenannten „Natur-philosophen" oder zum Entdecker des vierdimensionalen Raumeswie der unglückliche Zöllner. Der rohe und unwissende Menschaus den tiefen Volksschichten verfällt dem wildesten Aberglau-ben. Der religiös erzogene, mit Dogmen genährte Mystikerbezieht seine Schattenvorstellungen auf Glaubensdinge unddeutet sie als Offenbarungen über die Natur der Drei-einigkeit oder über das Dasein vor der Geburt und nach demTode. Der dem Mysticismus verfallene Techniker reibt sichmit unmöglichen Erfindungen auf, glaubt der Lösung des Pro-blems eines psrpstnnin inolaiiö auf der Spur zu sein, ersinntVerbindungen zwischen der Erde und den Sternen, Schächtezum glühenden Erdkern und dgl. Der Astronom wird zum Astro-logen, der Chemiker zum Alchemisten und Sucher des Steinsder Weisen, der Mathematiker zum Bearbeiter der Quadraturdes Zirkels oder zum Erfinder eines Systems, in welchem derBegriff des Fortschritts durch eine Integration und der 1870erKrieg durch eine Gleichung ausgedrückt wird u. s. w.
Wie oben ausgeführt wurde, empfängt die Hirnrinde
Nordau, Entartung. 7