Der Mysticismus.
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zu antworten, auch die, ein Bild der Stärke und Beschaffen-heit dieses Reizes zu bewahren. Um es volksthümlich auszu-driicken: die Zelle ist im Stande, sich ihrer Eindrücke zu er-innern. Wenn nun ein neuer, wenn auch schwacher, Reiz sietrifft, so weckt er in ihr das Bild ähnlicher Reize, die siefrüher getroffen haben, und dieses Erinnerungsbild verstärktden neuen Reiz und macht ihn deutlicher, dem Bewußtsein ver-ständlicher. Könnte die Zelle sich nicht erinnern, so wäre dasBewußtsein ewig unvermögend, ihre Eindrücke zu deuten, undkönnte niemals eine Vorstellung von der Außenwelt erlangen.Die einzelnen unmittelbaren Reize würden zwar wahrgenommenwerden, aber sie würden ohne Zusammenhang und Sinn bleiben,da sie zu dürftig sind, um für sich allein, ohne die Mitwirkungfrüherer Eindrücke, zur Erkeuntniß zu führen. Die erste Be-dingung einer normalen Hirnlhätigkeit ist also das Gedächtniß.
Der Reiz, der eine Hirnzelle trifft, gibt, wie wir gesehenhaben, zu einer Ausbreitung dieses Reizes auf die Nachbar-zellen, zu einer nach allen Richtungen verlaufenden ReizwelleAnlaß. Und da jeder Reiz mit dem Entstehen bewußterVorstellungen verbunden ist, so bedeutet das, daß jeder Reizeine große Anzahl von Vorstellungen ins Bewußtsein ruft, undzwar nicht nur solche Vorstellungen, welche sich auf die un-mittelbare äußere Ursache der wahrgenommenen Reizung be-ziehen, sondern auch solche, die nur dadurch geweckt wordensind, daß die sie ausarbeitenden Zellen zufällig in der Nachbar-schaft der Zelle oder Zellengruppe liegen, die von dem äußernReize unmittelbar getroffen worden ist. Die Reizwelle ist, wiejede andere Wellenbewegung, am stärksten an ihrem Ursprung,sie schwillt in dem Maße ab, in welchem ihr Kreis sicherweitert, bis sie zuletzt ins Unwahrnehmbare ausläust. Dementspricht es, daß die Vorstellungen, deren Träger die unmit-telbaren Nachbarn der vom Reiz zuerst getroffenen Zellen sind,am lebhaftesten auftreten, daß die in den entfernteren Zellen