Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
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klln äs Kitzels.

Alle die aufgeführten Anzeichen sind Folgen von Ermüdungs-und Erschöpfungs-Zuständen und diese wieder sind die Wirkungder zeitgenössischen Gesittung, des Schwindels und Wirbelsunseres rasenden Lebens, der ungeheuer gestiegenen Anzahl vonSinneseindrücken und organischen Gegenwirkungen, also Wahr-nehmungen, Urtheilen und Bewegungsantrieben, die sich heutein eine gegebene Zeiteinheit zusammendrängen. Zu dieser all-gemeinen Ursache der Krankheitserscheinnngen der Gegen-wart tritt in Frankreich noch eine besondere. Durch diefurchtbaren Blutverluste, welche der französische Volks-körper in den zwanzig Jahren der napoleonischen Kriege er-litten hatte, durch die heftigen seelischen Erschütterungen, denener in der großen Umwälzung und während der Dauer deskaiserlichen Heldengedichts unterworfen worden war, fand ersich für den Ansturm der großen Erfindungen des Jahrhundertsaußergewöhnlich schlecht vorbereitet und wurde von diesen ärgerzerrüttet als die anderen, robusteren und widerstandskräftigerenVölker. Ueber dieses nervös angegriffene und zu krankhaftenStörungen vorbestimmte Volk brach dann das grauenhafte Ge-richt von 1870 herein. Es hatte sich mit einem fast bis zumGrößenwahne gesteigerten Selbflbewußtsein das erste der Weltgeglaubt, es sah sich plötzlich gedemüthigt und zerschmettert.Alle seine Ueberzeugungen brachen jäh zusammen. Jeder ein-zelne Franzose erlitt Einbuße an seinem Vermögen, verlorAngehörige und fühlte sich persönlich seiner thcuersten Vor-stellungen, ja seiner Ehre beraubt. Das ganze Volk geriethin den Zustand eines Menschen, den plötzlich ein vernichtenderSchicksalsschlag an seinem Gute, seiner Stellung, seiner Familie,seinem Ansehen, seiner Selbstachtung heimsucht. Tausendewurden wahnsinnig. Man beobachtete in Paris sogar einewahre Epidemie von Geisteskrankheiten, für die man den eigenenNamenBelagerungs-Wahnsinn", koli.6 odsiäionais, fand.Und auch diejenigen, die nicht geradezu der Zerstörung des