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gesetzt, die seine Lebenskraft weit über das unvermeidlicheMaß hinaus vermindern. Er athmet eine mit den Ergeb-nissen des Stoffwechsels geschwängerte Luft, er ißt welke, ver-unreinigte, gefälschte Speisen, er befindet sich in einem Zu-stande beständiger Nervenerregung und man kann ihn ohneZwang dem Bewohner einer Sumpfgegend gleichstellen. DieWirkung der Großstadt ans den menschlichen Organismus zeigtdie größte Ähnlichkeit mit jener der Maremmen und ihre Be-völkerung verfällt demselben Verhängnis; der Entartung und desUnterganges wie die Opfer der Malaria. Die Sterblichkeit inder Großstadt ist um mehr als ein Viertel größer als der Dnrch-schnittssatz, der für das ganze Volk gilt, und sie ist doppelt sogroß wie auf dem flachen Lande, obwohl sie eigentlich kleiner seinsollte, weil in der Großstadt die kräftigsten Lebensalter vor-herrschen, in welchen die Sterblichkeit weit geringer ist als imKindes- und GreisenalterU) Und auch die Kinder der Groß-stadt, die nicht in frühem Alter weggerafft werden, erleiden diecigenthümliche Bildungshemmung, welche Morels bei der Bevöl-kerung der Fiebergegenden feststellt. Sie entwickeln sich ziem-lich regelmäßig bis zum 14. oder 15. Lebensjahre, sind bisdahin aufgeweckt, ja manchmal glänzend begabt und das Höchsteversprechend, dann tritt plötzlich ein Stillstand ein, der Geisterlischt, das Fassungsvermögen geht verloren und aus demBurschen, der noch gestern ein Musterschüler war, wird einstumpfer, schwerfälliger Knoten, den man nur mit der größtenMühseligkeit durch die Prüfungen lootsen kann. Mit diesengeistigen Veränderungen gehen körperliche Hand in Hand. Das
') In Frankreich war 1886—90 die allgemeine Sterblichkeit 22,21von 1000. In Paris betrag sie aber 23,4, in Marseille 34,8, in allenStädten mit mehr als 100000 Einwohnern im Durchschnitt 28,31, inallen Orten mit weniger als 5000 Einwohnern 21,74. („Im ULilednsAoäsime,« Jahrgang 1891.)
-) Iraits äss tlsAdnörsZesnees. S. 614 und 615.