k'in äs Lisols.
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in Berührung kommen, werden von der Stärke seiner krankhaftenVorstellungen sofort unterjocht und bekehren sich augenblicklich zuihnen. Manchmal ist es möglich, sie von den auf sie über-tragenen Delirien zu heilen, indem man sie von deren Urheberntrennt, häufig aber überdauert ihre erworbene Störung selbstdiese Trennung.
Das ist die Naturgeschichte der ästhetischen Schulen. EinDegcncrirter verkündet unter der Wirkung einer Zwangsvorstellungirgend ein literarisches Dogma, den Realismus, die Porno-graphie, den Mystizismus, den Symbolismus, den Diabolis-mus. Er thut es mit heftiger, durchdringender Beredsamkeit,mit Aufregung, mit wüthender Rücksichtslosigkeit. Andere De-generirte, Hysteriker, Neurastheniker schaaren sich um ihn, em-pfangen das neue Dogma aus seinem Munde und leben vonnun an nur für dessen Ausbreitung.
In diesem Falle sind alle Bctheiligten guten Glaubens:der Stifter wie die Jünger. Sie handeln, wie sie in Folgeder krankhaften Verfassung ihres Gehirns und Nervensystemsmüssen. Aber freilich wird das klinisch ganz klare Bild in derRegel getrübt, wenn cs dem Apostel eines Diliriums undseinem Gefolge gelingt, die Aufmerksamkeit weiterer Kreise aufsich zu ziehen. Dann erhält er Zulauf vou Leuten, die nichtmehr guten Glaubens sind, die sehr wohl das Wahnwitzige desneuen Dogmas zu erkenueu vermögen, es aber dennoch an-nehmen, weil sie hoffen, als Mitglieder der neuen Sekte Rufund Geld zu gewinnen. Es gibt in jedem gesitteten Volkmit entwickelter Kunst und Literatur zahlreiche Geisteseunuchen,die zwar nicht fähig sind, aus eigener Kraft eine lebende Gcistes-that hervorzubringen, die aber ganz gut die Gesten desSchaffens nachzuahmen vermögen Diese Krüppel bildenleider die große Mehrheit der berufsmäßigen Schriftstellerund Künstler, und ihre ungezieferhaft wimmelnde Mengeerdrückt oft genug das wahre, ursprüngliche Talent. Sie
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