bän äs Lieds.
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in der Mannigfaltigkeit der Erscheinung sich leichter zurecht-finden, Eintheilungen und Klassifikationen vornehmen. Diesesind aber fast immer willkürlich und künstlich. Die selbst-ständigen Geister (von bloßen Nachahmern ist hier nicht dieRede), die ein guter Kritiker zu einer Gruppe vereinigt, werdenja vielleicht eine gewisse Aehnlichkeit erkennen lassen, aber inder Regel wird diese nicht die Folge wirklicher innerer Ver-wandtschaft, sondern äußerer Einflüsse sein. Niemand vermagsich ganz den Einwirkungen seiner Zeit zu entziehen und unter demEindrücke der für alle Zeitgenossen gleichen Ereignisse sowie derin einem gegebenen Augenblicke vorherrschenden wissenschaftlichenAnschauungen entwickeln sich in allen Werken einer Epoche ge-wisse Züge, die sie gleichsam mit einer Jahreszahl stempeln.Aber dieselben Menschen, die sich später im Geschichtsbuche sonatürlich zusammenfinden, daß sie eine Familie zu bilden scheinensind im Leben weit auseinander ihren besonder» Weg gegangenund haben schwerlich geahnt, daß man sie einst unter einergemeinsamen Bezeichnung zusammenfassen werde. Ganz andersist es, wenn Schriftsteller oder Künstler bewußt und absichtlichzusammentreten und eine ästhetische Schule gründen, wie maneine Maklerbank gründet: mit einem Titel, für den man wo-möglich den gesetzlichen Schutz in Anspruch nimmt, mit Satzun-gen, gemeinsamen Betriebs-Mitteln u. s. w. Das kann ge-wöhnliche Spekulation sein, aber in der Regel ist es Krankheit.Die Neigung zur Gruppenbildung, die bei allen Entarteten undHysterikern auftritt, kann verschiedene Formen annehmen. Beiden Verbrechern führt sie zum Zusammenschluß von Banden,wie Lombroso ausdrücklich feststelltZ) bei erklärten Geisteskrankenzur „kolis s. äonx«, dem „Wahnsinn zu zweien", in welchemder eine Gestörte seine Wahnvorstellungen einem Genossenvollständig aufnöthigt, bei Hysterikern zu jenen lebhaften Frennd-
') Iiombroso, 1'klamo äslingasiNs, S. 524.No cd au, Entartung.
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