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§In äs Lisels.
jenem alle Züge antreffen, die uns von der Betrachtung derZeiterscheinungen her bekannt sind, insbesondere auch dieSucht, im Äußern, in der Kleidung, Haltung, Haar- undBarttracht, den Gestalten in alten und neuen Gemälden ähn-lich zu werden, und das fieberhafte Bestreben, durch irgendeine Seltsamkeit aufzufallen und von sich reden zu machen.Die Beobachtung der erklärten Degeuerirten und Hysteriker,deren Zustand ärztliche Behandlung nothwendig gemacht hat,^ibt uns aber auch den Schlüssel zum Verständlich unterge-ordneterer Einzelheiten der Tagesmoden. Die Sammelwuth derZeitgenossen, das Vollrammen der Wohnungen mit zwecklosemTrödel, der dadurch nicht nützlicher oder schöner wird, daßmau ihm den Kosenamen „didolots" gibt, erscheint uns ineinem ganz neuen Lichte, wenn wir wissen, daß Magnan beiden Degenerirten einen unwiderstehlichen Drang zum Erwerbenunnützen Krams festgestellt hat. Er ist so ausgeprägt undeigenthümlich, daß Magnan ihn als ein Stigma der Ent-artung anspricht und für ihn den Namen „Oniomanie" oder„Einkauf-Wahnsinn" geschaffen hat. Man darf ihn nicht mitder Kauflust der Kranken verwechseln, die sich im erstenStadium der allgemeinen Lähmung befinden. Die Käufedieser Individuen sind eine Folge ihres Größenwahns. Siemachen große Anschaffungen, weil sie sich für Millionäre oderMilliardäre halten. Der Oniomane dagegen kauft weder be-deutende Mengen eines und desselben Gegenstandes wie derParalytiker, noch ist ihm der Preis gleichgiltig wie diesem.Er kann nur an keinem Gerümpel vorübergehen, ohne denAntrieb zu empfinden, es zu erwerben.
Die merkwürdige Vortragsweise gewisser neuerer Maler,der Impressionisten, der Punktirer oder Mosaisten, der Zittereroder Flimmerer, der brüllenden Koloristen, der Gran- undFahlfärber, wird uns sofort verständlich, wenn wir uns dieUntersuchungen der Charcot'schen Schule über die Sehstörnngen