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sind, werden sie sehr reiche Reime, eine glänzende Form, aberkeinerlei Gedanken haben; manchmal werden sie Decadenten sein."
So sind die Begabtesten unter denen beschaffen, welche inKunst und Schriftthum die neuen Pfade finden und von begei-sterten Jüngern zu Führern nach dem verheißenen Lande der Zu-kunft ausgerufen werden. Unter ihnen herrschen die Degenerirtenoder Mattoide vor. Auf die Menge dagegen, welche sie bewundertund bei ihnen schwört, welche die von ihnen ersonnenen Modennachahmt und sich in den Absonderlichkeiten gefällt, die im vorigenKapitel geschildert wurden, findet meist die zweite der obengestellten Diagnosen Anwendung: bei ihr haben wir es haupt-sächlich mit Hysterie oder Neurasthenie zu thun.
Aus Gründen, die im nächsten Kapitel beleuchtet werdensollen, ist die Hysterie in Deutschland bisher weniger studirtworden als in Frankreich, wo man sich am ernstesten mit ihrbeschäftigt hat. Was wir von ihr wissen, verdanken wir ziem-lich ausschließlich französischen Forschern. Die großen Abhand-lungen von Axenfeldi), Richer?) und namentlich Gilles de laTourette3) fassen unsere gegenwärtige Kenntmß von dieser Krank-heit vollständig zusammen und auf sie werde ich mich berufen,wenn ich die Züge aufzähle, welche die Hysterie hauptsächlichkennzeichnen.
Bei den Hysterikern — und man glaube nicht, daß diesesich ausschließlich oder selbst nur vorwiegend beim weiblichenGeschlechts vorfinden, man trifft sie unter den Männern ebensooft, vielleicht noch öfter an als unter den Frauen^) — bei den
') ^xsrllslü , l>S8 osvrosss. 2 Vol. 2 ems ßäitiou, rsvus eteomMtss psr Is vr. HueÜLrä. karis, 1879.
?s.ul Lieder, Lruäss elinüiues sar l'd^stsro-sxilöxsis ouKremls dMßris. kari8, 1885.
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