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zu lenken, und ebensowenig, die Eindrücke von der Außenwelt,welche seine mangelhaft arbeitenden Sinne seinem zerstreutenBewußtsein zntragen, richtig zu erfassen, zu ordnen, zu Vor-stellungen und Urtheilen zu verarbeiten. Es ist ihm leichter undbequemer, seine Hirnzentren halbklare, nebelhaft verschwommeneBilder, kaum geformte Gedankcn-Embryone hervorbringenzu las-sen und sich in beständigem Dusel einer unabsehbaren, ziel- unduferlosen Gedankenflucht hiuzngeben, und er rafft sich kaumjemals zu dem mühevollen Versuche ans, den willkürlichen, inder Regel rein äußerlichen Jdeen-Verbindungen und Bilder-folgen hemmend entgegenzuwirken und Zucht in den wüstenTumult seiner fließenden Vorstellungen zu bringen. Im Gegen-theil. Er freut sich seiner Einbildungskraft, die er der Nüch-ternheit des Philisters entgegenstellt, und widmet sich mitVorliebe allerlei freien Beschäftigungen, welche seinem Geistedas ungebundene Umberschwcifen gestatten, während er es ingeregelten bürgerlichen Berufen, die Aufmerksamkeit und beständigeRücksicht auf die Wirklichkeit erfordern, nicht aushält. Ernenntdas „ideal angelegt sein," schreibt sich unwiderstehliche ästhetischeNeigungen zu und bezeichnet sich stolz als einen Künstler?)
Einige Eigenthümlichkeiten, die der Entartete häufig auf-weist, seien kurz angeführt. Er ist von Zweifeln gequält, fragtnach dem Grund aller Erscheinungen, ganz besonders solcher,deren letzte Ursachen uns vollkommen unzugänglich sind, undist unglücklich, wenn sein Forschen und Grübeln, wie natürlich,zu keinem Ergebnis führt?) Er stellt für das Heer system-
Oimreot, I>eqou8 äu Llaräi ä la Lslxsbrisrs. kolieliuigns1888-9. llaris, 1890. 2. Theil S. 392: „Der eine (vorgestellte Kranke)ist Jahrmarkt-Gaukler, er bezeichnet sich als „Künstler." Die Wahrheitist, daß seine Knnst darin besteht, in Jahrmarktbuden einen „wilden Mann"darznstellen."
2) lEZraiu, a. a. O., S. 73: „Die Kranken sind beständig von einerMenge Fragen gequält, die ihren Geist bestürmen und aus die sie nicht
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