§in äs Liöols.
7
von der verschiedenartigen Vorstellungs-Welt derjenigen, die esgebrauchen.
Das sicherste Mittel, um zu wissen, was man sich unter„lln-cis-sioeis" denkt, ist, eine Reihe von Einzclfällen zu be-trachten, in welchen das Wort angewendet worden ist. Die-jenigen, die hier angeführt werden, sind aus französischen Zeit-schriften und Büchern der beiden letzten Jahre geschöpft, i)
Ein König dankt ab, verläßt sein Land und schlägt seinenWohnsitz in Paris auf. Er hat sich noch gewisse politischeRechte gewahrt. Eines Tages verspielt er viel Geld und gerätstin eine Klemme. Da schließt er mit der Negierung seinesLandes einen Bertrag, nach welchem er gegen Bezahlungeiner' Million Franken für jetzt und immer aus alle ihm nochgebliebenen Titel, amtlichen Stellungen und Vorrechte vcrsichtet. kNu-äo-sioelo-König.
Ein Bischof wird wegen Beleidigung des Kultusministersseines Landes gerichtlich verfolgt. Bei der Schlußverhandlungläßt er durch seine Domherren, die ihn begleiten, eine vorhervervielfältigte Vertheidiguugsrede im Gerichtssaal an dieZeitungsberichterstatter vertheilen. Nach seiner Verurteilungzu einer Geldstrafe veranstaltet er eine öffentliche Sammlung,die ihm mehr als das Zehnfache des Betrages der Buße ein-bringt. Er gibt einen Reklame-Band heraus, der alle an ihngelangten Zustimmnngsschreiben gesammelt enthält. Er machteine Rundreise durch das Land, stellt sich in allen Kathe-oralen vor der auf die Tagesberühmtheit neugierigen Mengezur Schau und läßt bei der Gelegenheit den Klingelbeutelherumgehen. ^in-äo-siools-Bischos.
k ') Eine vieraktige Komödie von H. Micard nnd F. de Jonvenot,j „Pin-äs-sisels«, die 1890 in Paris gespielt wurde, ist zur Feststellung> des von den Franzosen mit dem Worte verbundenen Sinnes kaum zuj gebrauchen, weil es den Verfassern nicht um die Darstellung einer Zeit-stimmnng oder eines Seelenzustandes, sondern blos darum zu thun war,ihrem Stück einen Titel zu geben, den sie für zugkräftig hielten.