Druckschrift 
7,2 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
Entstehung
Seite
788
Einzelbild herunterladen
 

788 Geschichte der Krcuzzüge. BuchVHI. Kap.XXIl.

ficht zum Grunde, daß der Kreuzzug mit der Eroberungvon Aegypten angefangen werden müßte, und daß die Er-oberung dieses Landes, welche mit der Anwendung der ge-hörigen Mittel und der Vermeidung früher begangener Feh-ler ohne große Schwierigkeit bewirkt werden könnte, densichersten Weg bahnen würde zur Ucberwalligung und Be-hauptung von Syrien. Es vergingen aber mehrere Jahre,ehe Sanuti von dem Papste eine Antwort erhielt, und ob-gleich er mehrere Reisen nach Frankreich unternahm, umseinen mühsam ausgearbeiteten Plan dem Könige und denfranzösischen Baronen zur Berücksichtigung zu empfehlen,und den griechischen Kaiser, den König von Armenien undandere christliche Fürsten zur Billigung und Unterstützungseiner Vorschläge zu bewegen suchte*^): so blieben den-noch alle seine angestrengten Bemühungen ohne Erfolg.Dasselbe Schicksal erfuhr ein Sachwalter der Könige vonFrankreich und England in geistlichen Rcchtshändeln im Her-zogthume Guienne, ein Schüler des Thomas von Aguino,welcher schon in den nächsten Jahren nach dem Verluste

der von Sanuti in der Vorrede er-wähnten Seekarte des Mittelländi-schen Meers entbehrte. In der Hand-schrift des Archivs zu Wien fehlen, soviel ich mich erinnere, die Kartenund Pläne auf gleiche Weise, wie Ineiner der Handschriften deö JacobBvngars. Wgl. 7-lcoIii Longarsiil-raeselic, -Q IVier. Launlum. Bei)der Bearbeitung der Geschichte derKreuzzügs in dem dritten Buchs derLeeren» liädiuin vrriois benuhtc zwarSanuti im Allgemeinen die Quellen,welche auch unö zugänglich sind, fürdie frühere Zeit vornehmlich die Ge-

schichte deS CrzbifchosS Wilhelm vonTyrus; und seine Nachrichten überdie später» Ereignisse stimmen mei-stens wörtlich mit der Erzählung de.SBcrnarduS ThcsaurariuS und der fran-zösischen Fortsehung des Wilhelm vonLvruS überein; jedoch theilt er auchhin und wieder, zum Shell aus vene-tiantschen Quellen, sehr beachtenS-werthe Nachrichten mit, welche i»den bekannten Chroniken sich nichtfinden.

lür) S. die Briefe deS Sanuti invongarsii geslis Oei per kranooeI. II. p. L89 eg.