Bemühungen cinzelncp Männe« für das heil. Land. 789
des heiligen Landes den Königen von England und Frank-reich einen Plan zur Wiedererobcrung von Syrien ver-legte*"). Dieser Plan stand zwar an Zweckmäßigkeit undAusführbarkeit der Vorschläge bey weitem dem Plane desSanuli nach; beyde Plane aber siimmteu überein in der
16z) Auch diesen Plan bat Bongar»sius mitgetheilt unter der Ucberschrift >cie reoupciLtionv terrae eanarae, inden Oeetis Dei per I^rsnoos re. 1l.I>. zi6 — g6i. Dieser Plan wurdedem Könige Eduard I. von Englandüberreicht, er wurde also wenigstensschon vor dem Jahre 1307, in wel,chem Eduard starb, entworfen undouSgcarbcltet. Merkwürdig ist de«Math, welchen der ungenannte Ver-fasser dem Könige von Frankreichgab, das weltliche Gebiet des Papstessich abtretcn zu lassen, einen seinerSöhne zum Statthalter in diesem Ge-biets mit dem Titel römischer Sena-tor zu ernennen und den Papst durcheine jährliche Pension zu entschädi-gen ; indem der Verfasser meint, dag,wenn solches geschähe, der König vonFrankreich über alle Könige, welch«zuvor dem Papste gehorcht hätten,als gehorsame Söhne zu gebieten undden Frieden in der Christenheit wie-dcrherzustcllen, insbesondere mit Hülfedes Kaisers und des Königs von Sl»cilicn die Lombarden zur Unterwür-figkeit zurückzubringen im Standsseyn würde. Dieser Vorschlag wirdin einer Nachschrift des Exemplarsvon diesem Plane, welches dem Kö-nigs von Frankreich überreicht wurde,bey Uongarsius x. SZI von Kap. 70an ausführlich erörtert. Um dieselbeZeit ricth ein andere« ungenannter
Schriftsteller, dessen Vorschläge Ste-phan Baluze mitgetheilt hat (Vit-u-xaxarum -Lveickoncusium 'IVII. Ool-leotio avtorum NO. AZ x. igS —rgZ),
dem Könige Philipp IV. von Frank-reich, Syrien und Aegypten für sei-nen zweyten Sohn zu erobern, indemer die Eroberung von Aegypten alsein Unternehmen von geringer Schwie-rigkeit darstcllto. Auch die legten vierKapitel (L7 —So) der morgenländl»schen Geschichte des armenischen Mön-ches Haithon enthalten Vorschläge zurAnordnung einer bewaffneten Kreuz-fahrt der abendländischen Christenheitnach dem heiligen Lands lpassagiumterrao sairvtao), zu welchen der PapstClemens V. den Ueberseger diesesWerks. Nikolaus Salconi, aufgefor-dert hatte (vgl. oben S. 73z). DieseVorschläge wurden im August 1307zu Lyon schriftlich abgesagt. S. Ni-colai Salcoiij cko Laililono restimo-nium und dessen exietola ack Meine,l-rem V., welche der Geschichte desHaithon in der Müllcr'schen Ausgabevorgedruckt sind. Unter den Hand,schriften der Vatikanischen Biblio-thek zu Nom befindet sich ein Bandvon beträchtlicher Stärke, In welchemnoch mehrers anders im vierzehntenJahrhunderts entworfene Pläne zurWiedererobcrung des heiligen Landesgesammelt find.