Belagerung von Ptolemais. 745
dingung anzunehmen rieth: so wurde das Volk sehr unwil-2;^k>r.lig und rief wie mit einer Stimme, der Meister der Templersey ein Verrather der Stadt und des Todes schuldig. DerMeister, welcher, um Mißhandlungen zu entgehen, aus derKirche entfloh, begab sich hierauf wieder zum Sultan undgab ihm Nachricht von der Verblendung und Halsstarrig-keit des Volks von Ptolemais.
So sehr auch die Kräfte der Christen durch Parteyungund Unfrieden geschwächt wurden, so war dennoch die Be-satzung der belagerten Stadt in den ersten Wochen der Be-lagerung so kühn und verwegen, daß sie nicht einmal dieThore weder bey Tage noch bey Nacht verschloß und einenAusfall nach dem andern unternahm"); und mehrere Malefügten die Christen, vornehmlich durch nächtliche Ueberfälle,den Saracenen großen Schaden zu. Der schlimmste Standim Heere des Sultans Alaschraf war den Truppen vonHamahangewiesen, welche dem Herkommen gemäß am rechten Flügelstanden, unfern von dem Ufer des Meeres, und deshalb nichtnur gegen die christlichen Truppen, welche aus der Stadthervorbrachen, sich zu vertheidigen hatten, sondern auch aufdas heftigste belästigt wurden durch die Würfe von Pfeilen,Wurfspießen und Steinen, welche von christlichen Schiffen,die längs der Küste ausgestellt waren, wider sie geschleudertwurden. Unter diesen Schiffen, auf welchen die Schützenunter Sturmdächern standen, die durch den Ueberzug von
-iyl Lttulkecla 1 °. V. x. g6< lrvul -larag. Liiran. Lxr. p. Zg5. Dasselbeerzählt Hermann Corner x. 94g:iblcc tameu propter Iioc periculo-sissimum malum portae civitatisclauäebantur, uec erat clici Irora,guacumgue vel per remplarias autper alias bratrcs orclittUm iu urdocommcranlium (non) üsreur cum
Laracenis gravissima lrella. Wgl.lllrran. arä. et,, reuten, p. 7ZS.Nach Abulfarabsch wurden die Sa-racenen vor Ptolemais von den christ-lichen Rittern wie mit Sicheln weg-gemäht, und oo,c>co Araber sollen da-selbst von de» Christen erschlagen wor-den sevn.