714 Geschichte der Kreuzzüge. D uch VIII. Kia p. XXI.
Weise/ zu gewahren, als dem Papste, de» christlichen Köni-gen, den Griechen und den Tataren, wenn es diesen Fürstenund Völkern in den Sinn kommen sollte, den Sultan unddessen Unterthanen zu bekriegen. Für solche erniedrigendeBedingungen erlangten die Könige von Aragvnien und Sircilien keine andern Vortheile, als daß der Sultan Kalavunversprach, den aragonischcn und sicilischen Pilgern, welchemit beglaubigenden Briefen ihrer Könige versehen seyn wür-den, den Besuch des heiligen Grabes und der andern christ-lichen Wallfahrtörter seines Reiches zu gestatten und dieAbgaben, welche von den aragonischcn und sicilischen Schif-fen in den Hafen seines Reichs entrichtet würden, eben sowenig zu erhöhen, als den beydcn christlichen Königen eserlaubt seyn sollte, in ihren Hafen von den Schiffen derUnterthanen des Sultans höhere Steuern als die bisher übli-chen zu erheben
Dieser Vertrag war kaum abgeschlossen worden, als derGenueser Albertus Spinula in Begleitung einiger genuesi-schen Consuln und Kaufleute zu Kahirah sich einfand undim Namen der Gemeinde von Genua den Sultan Kalavunum Frieden bat. Das damalige Mißverhältniß zwischen demSultan und den Genuesen,, welche seil langer Zeit einensehr bedeutenden Handelsverkehr mit den ägyptischen Hafen,vornehmlich Alerandrien, unterhielten und selbst von dem Sul-tan Bibars manche Begünstigungen erlangt hatten^), wardurch folgende Veranlassung entstanden. Der genuesischeSchiffshauptmann Benedictus Zacharias, welcher den Chri-sten zu Tripolis Beystand geleistet hatte, glaubte, nachdem
84 S diesen Vertrag, welchen de SSt Uein»uä x. ,66.Sacv 0 . a. O. vollständig und Nei-»aud I> 555 SÜS im Auszüge mitg«-Iheilt haben, in der Beylage III.