Waffenstillstand zwischen dem Sultan Kalavun u. d. Christen. 671
Wiederherstellung des Waffenstillstandes unter den früheren'-^ 8 ??Bedingungen bitte. Dieses Ansuchen erwicderte Kalavundurch Beschwerden über die häufigen Verletzungen des Waf-fenstillstandes, welche von dem Fürsten Vormund begangenworden waren, und durch die offene Erklärung, daß es seineAbsicht wäre, durch die Eroberung von Tripolis den Anfangseiner Negierung zu verherrlichen. Da Kalavun aber nichtin gleichem Maße wie sein Vorfahr Bibars kriegslustig,sondern vielmehr, obgleich ein tapferer Krieger, dennoch einFürst von sanfter und milder Gesinnung war, so ließ er sichdurch die Birten des Botschafters von Tripolis und das Zu-reden seiner Emire bewegen, dem Fürsten Boemund die nach-gesuchre Erneuerung des Waffenstillstandes zu bewilligen;worauf dieselbe Vergünstigung auch den Hospitalitern undTemplern zugestauden wurde").
Es wurde also zwischen dem Sultan Malek al MansurAbu'lfarah Kalavun und dessen Sohn und Mitregenlen Malekassaleh Alaeddin Ali") einerseits und dein Meister derTempler, Wilhelm von Veaujeu, andererseits der Vertragüber einen Waffenstillstand, welcher, anfangend vom Z. Mo-harrem des Jahrs der Hedschrah 6§l oder iZ. Nisan desJahrs izyZ der seleucidischen Zeitrechnung (d. i. dem 15. Aprildes christlichen Jahrs 1282), zehn Jahre, zehn Monate,zehn Tage und zehn Stunden beobachtet werden sollte, unterfolgenden vier Bedingungen verabredet"): 1. Es soll zwi-
bervflichtet hatte, verweigerte. Nci-
Lü) lieinsuä x. A40. 241. lieber denCharakter des Sultans Kalavun s.-gchnikeäa '0. V. p. go,
87) Schon Im Jahre d> H. ügo hatteKalavun seinen Sohn Ali zum Thron-folger und Sultan ernannt. Linrt-tosa 0. V. x. 24 .
28) Neiiiaufi x. 843—842. Wederbe>> MarinuS Sanutus noch in dengeschichtlichen Werken deck Abulfedaund Abulfaradsch findet sich eine Er-wähnung dieses und des nachfolgen-den Vertrags. Nur die Neimchronikdes Ottokar von Hornek (cozi. 407 ini?eL Sorixlor, 87 ill- I'. 3 yc>)
erwähnt des zehnjährigen Friedens,