646 Geschichte der Kreuzzüge. B n ch VIII-K a p. XIX.
gläubigen befördern sich bemühte; seine Aufmerksamkeitwurde aber bald nach seiner Thronbcsieigung von den Angele-genheiten des heiligen Landes abgewendet, als ein Angriff desKönigs von Marokko auf die Lander des Königs von Castilienihn nöthigte, das Kreuz zur Vertheidigung von Spanien auchin Aragonien predigen zu lassen und diejenigen, welche zumKampfe wider den saraccnischen König von Marokko sichwaffuen würden, der den Kreuzfahrern bewilligten Rechteund Vorzüge theilhaft zu machen"). Nach wenigen Mo-naten schon unterlag Jnnocenz, ehe er seine für die Kircheund das heilige Land nützlichen Plane vollkommen entwickelnkonnte, am 22. Junius 1276 dem Tode Die Cardinälewählten hierauf, nachdem der apostolische Sitz nur drcy Wo-11. Jul- chen erledigt gewesen war, zum Oberhaupte der Kirche denCardinaldiakonns Ottobonus von St. Hadrian, welcher nachder Kirche, der er als Cardinal vorgestanden, den NamenHadrian des Fünften annahm; Hadrian war aber, als ihmdie päpstliche Krone übertragen wurde, schon so kränklichund schwach, daß er seinen Verwandten, als sie ihm zuseiner Erhebung Glück wünschten, antwortete: „möchtet ihrdoch zu einem gesunden Cardinal und nicht zu einem ster-benden Papste kommen;" und nach einer Regierung vonnicht mehr als neun und dreyßig Tagen wurde er amiz. August durch den Tod der Kirche entrissen"). I» die-ser kurzen Regierung gedachte er jedoch des heiligen Landes,indem er die syrischen Christen nicht nur durch trostreicheBriefe zur unverdrossenen Vertheidigung des heiligen Landes
3Z) kLINLlä. 1. 6. §. 2Z.
Lü) Rainald, I. e. h. 2ü. 27. DevCardinal Ottobonuö war ein Genue-
ser und aus dem Geschlechts des Pap»sres Jnnocenz IV. ktolcm. Rue. R.XXIH. 0 . So. p. H7Z.