Der Papst Junocenz V. 645
die Erhebung des Zehnten genehmigen würde, zu über-weisen b").
Die günstigen Aussichten auf einen glücklichen Erfolg z. §br.der vorbereiteten Kreuzfahrt, welche durch die Verheißungenso mächtiger Fürsten eröffnet wurden, brachten den Papst aufden Gedanken, in eigener Person die Könige, wenn sie ihreGelübde vollziehen würden, nach Syrien ,;n begleitensehr bald wurden aber alle durch seinen Eifer erweckte Hoff-nungen für die Errettung des heiligen Landes vereitelt durchseinen Tod. Denn Gregor erkrankte auf der Reise zu Arezzonnd starb daselbst am io. Januar 1276
Die Cardinäle vereinigten sich zwar schon am zehntenTage nach dem Tode des Papstes Gregor, am Vorabendevor dem Feste der heiligen Agnes, zu der Wahl des gelehr-20 2<w.ten Erzbischofs von Lyon, Peter von Tarautasia, zum Ober-Haupte der Kirche bZ); und der neue Papst, welcher sichJnnoceuz der Fünfte nannte, begann seine Regierung mitgroßer Thätigkeit, indem er nach dem Muster seines Vor-gängers die Streitigkeiten der Fürsten und Völker auszuglei-chen und dadurch die allgemeine Bewaffnung wider die Uu-
8°) Schreiben des Papstes an denBischof von Verdun, erlassen am14. November 127z zu Mailand, beyNainaldus 1 . 0. h. 44.
8>) Das; Gregor die Absicht batte,nach dem heiligen Lande sich zu bege-ben, versichern mehrere Chroniken,z. B. Andreas Dandulus an zwcyStellen i>. 38 Z. 383 und MaxnuinLlrruu. üetx. x. 283 . Dgl. Nainatü.I. <!. h. 42 u. oben S. 04z Anm. 72.
82) Max». Linon. 1,o)x. l. 0. rco-
0. g. p. 1167. Mai. bannt, x. 22;(cap. iz), Itainaiü. aü a. 1276.tz. s. , 4 -
83) Peter von Tarantasia lTaran-taise in Savvocn) gehörte dem Ordender Prediger an und war der Verfas-ser von Commcntaren über dis Nbiteonrviniarnm und die Briefe desApostels Paulus. Naioalü, I. 0. §.Ig. 2g. Den Lag seiner Wahl bezeich-net Innoeenz selbst in seinem Notisi-carionsschreiben be» Nainaldus a. a.O, §. -7.