Unwille und Besorgnisse les Sultans Dibars. 585
Als der Sultan Dibars die Kunde erhielt von dem ^A?schimpflichen Frieden, welchen der König von Tunis mit denchristlichen Königen geschlossen halte, so gcriekh er in hefti-gen Zorn; und sein Zorn wurde noch dadurch gesteigert, daß
vom Rache des Königs Karl von S>-cilie» den Grasen Heinrich vonLuxemburg zu ihrem Anführer, Nachihrer gewohnten ungestümen Weisewollten ste sofort einen Angriff widerdie Saracenen unternehmen; derGraf von Flandern aber vermochte sie
( fovens cos ramcpiam gallina pul-los), zu warten, bis an ihn die Reihedes Kampfes käme, und seine Schargeordnet wäre, und dann ihm sich an-zuschließen. Sie wohnten hierauf ei-nem Kampfe bey, in welchem vieleSaracenen in den Kanal, welcher dasMeer mit dem See von Tunis ver-bindet, getrieben wurden und ertran-ken. Da sie aber sahen - dag es demKönige Karl von Sicilien nicht rechtErnst war mit dem Kriege gegen Tu-nis (weil die Stadt sehr fest war, unddas Heer der Saracenen nicht nurdurch Moslims, sondern auch durchChristen, Anhänger der Hohenstau-fen, täglich sich mehrte): so wurdensie ungeduldig, schifften sich ein (alsonoch vor dem Abschlüsse des Friedens)und gingen nach dem heiligen Lande.Daselbst fanden sie zwar auch nichtganz ihre Rechnung (äckecrum noninoäicum passt sunt), weil der Pa-triarch von Jerusalem gestorben war,auch war ihre Zahl durch den Todvieler Pilger, welche auf der Fahrtvon Africa nach Ptolemais starben,vermindert worden; sie wurden je-doch von dem Erzbischof Johann vonTyrus, dem Stellvertreter des Patri-archen , und den Johannitern unddeutschen Rittern freundlich ausge-
nommen; und der Erzbischof, dasKreuz predigend und den Ablaß er-neuend (piacckicans ct iiinovaiis orn-cew ao jucknigeuljaii, ) „php, jhxxx
viele mit sich nach Lyruü, wo größereGefahr von den Saracenen zu be-fürchten war als zu Ptolemais. Wäh-rend ihres Aufenthaltes im gelobtenLande wurden jedoch dis Christen vonden Saracenen nicht angcfochten;und schon im folgenden Jahre 1270kehrten die frisischen Pilger, da ihreZahl zu gering war, um einen Kampfgegen die Saracenen unternehmen zukönnen, mit der Zustimmung des Erz-bischofs von Tyrus, der Johanniterund deutschen Herren in ihre Hei-mat» zurück, nachdem einige vonihnen schon früher heimlich entwichenwaren; auch brachten sie vor ihrerAbfahrt ansehnliches Geld für dieWertheidigung des heiligen Landesdar ( olttata ii)i pro ciekeiisioire ter-rae satis larga pecunia). Da diefrisischen Pilger auf ihrer Rückkehrsich zerstreuten, so kamen nicht alle zugleicher Zeit in ihr Vaterland zurück,und viele starben auf der Reise, an-dere wurden in Griechenland auSge-xlündcrt. Des Erzbischofs Johannvon Tyrus alü Stellvertreters des Pa-triarchen von Jerusalem (vioarie äa1a Stinte oglise cko lerusalem ) wirdauch in dem Testamente gedacht, wel-ches der Prinz Eduard am ig. Ju-niuS 1272 zu Ptolemais errichtete.Ilz-mer ,Vnt. pudl. 1'. I. p. I. (I.un-cko» igig kok.) p. ggg.