586 Gesch. d. Kreuzz.B.VIII.K.XVII. Unwille u. Besorgnisse-e.
^1270° der König von Tunis, nachdem er durch feigherzige Ernie-drigung von seinem Reiche die Gefahr abgewandt hatte, indem Briefe, in welchem er selbst dem Sultan Nachricht vonder Errettung seines Reichs ertheilte, einen stolzen Ton an-nahm und als Chalife zu dem Sultan wie z» einem unter-geordneten Fürsten redete. Bibars »ahm daher die Geschenkenicht an, durch welche ihm der König von Tunis seine Er-kenntlichkeit für den geleisteten Beystand beweisen wollte, son-dern vertheilte dieselben an seine Befehlshaber. Gleichzeitigbeunruhigte ihn die Besorgniß, daß die Franken nach der Be-endigung des Kriegs gegen Tunis ihre Streitkräfle gegenSyrien oder Aegypten richten möchten; und er machte daherin seinem Antwortschreiben dem Könige von Tunis bittereVorwürfe wegen seines lasterhaften Lebens, seiner unmänn-lichen Feigheit und der unverzeihlichen Fahrlässigkeit, mitwelcher er es versäumt hätte, den Tod des Königs Ludwigvon Frankreich zur Vernichtung des Heers der Kreuzfahrerzu benutzen, indem er die harten Worte hinzufügte: „EinMensch wie du ist nicht würdig, über Moslims zu gebie-ten'")." Auch bewog jene Besorgniß den Sultan, unver-züglich nach Askalon sich zu begeben, die Befestigungen die-ser Stadt zu zerstören, den dortigen Hafen zu verschüttenund den Zugang zu demselben durch Steine, welche in dasMeer geworfen wurden, zu versperren, damit es den Kreuz-fahrern unmöglich seyn möchte, daselbst zu lande» oder sichfcsizusetzen
144) Makrisi und Ebn Fecmv bei, - 45 ) Ebn Ferath bey NelnaudReinaud p. L24. Abulfeda und Abul- x. Zrg.faradsch envnlincn des ÄreuzzugSgegen Tunis nicht.