584 Geschichte der Kreuzzüge. BuchVIII. Kap.XVII.
^ 27 °? Tunis nach Africa gekommen waren und daselbst nur ineinem der letzten Kämpfe wider die Saracenen gestrittenhatten, nahmen keinen Theil an den Beralhungen, welcheder König Philipp und die französischen Barone zu Tra-pani hielten, sondern begaben sich von Tunis unmittelbarnach Ptolemais sie durch ihre Frömmigkeit und
ihren Eifer für die katholische Kirche sehr viele Freunde sicherwarben. Sie blieben aber kaum Ein Jahr in Syrien undfanden daselbst keine Gelegenheit, wider die Saracenen zustreiten '*').
142) Sie kamen dahin auf zs con-gncs (Koggen:. Hugo Plagen I>.7gg.Dgl Gcsch. der Krsuzz. Buch VI.Beylagen S rü Anmr43' Saoiiiss, sagt Hugo Plagen,stno niult estoicut Hannos FONS etc.rliralic,uos. Vgl iViarin. Sannt.I>. 224 lieber die damalige Pilger-fahrt der Friesen giebr die Chronikdes Abtes Mcnko von Wcrum f iVlar-
I>. 173 —- 8 °) folgende Nachricht: Umzu verhüten, daß Mangel an Geldund Lebensmitteln den Erfolg derKreuzfahrt hinderte, wurde zuerst inFivclingo (Ikivclgonia), dann auchin den übrigen Tüeilen von Zricslandbekannt gemacht, daß keiner an derKreuzfahrt sollte Theil nehmen dür-fen, welcher nicht sieben Mark Ster-ling, die erforderlichen Kleider undWaffen, sechs Fässer (ca-los) Butter,einen Vorrat!« vmi Schweinefleisch
Nisi, eine und eine halbe Seite einesOchsen und einen Scheffel oder we-nigstens zwey Hiinten (gnafiranlos)Mehl mit sich nehmen könnte. Hier-auf schifften die Pilger am Donner-stage der Osterwoche issy (rg. März)
auf 50 Koggen, deren vier aus Five-lingo waren, sich ein, nachdem sie dieMesse und anders Gebete gehört undAblaß für ihre Sünden empfangenbarten l mulrao olkcnsao cle Iromici-cliis inefiianro aruoo knornnt infiul-tae). Zu Borkum (Harfimil Lmos-gonnm > wurden sie durch widrigenWind 20 Tage aufgehaltcn und ge-langten um Himmelfahrt (2. Mai)nach einem flandrischen Hafen (in
wo die Gräfin Margarethe von Flan-dern und deren Beamte sie freundlichaufnahmen und allen Bei-stand ihnenleisteten. Nach einer zwar durchStürme erschwerten, aber nicht un-glücklichen Fahrt kamen sic nach Mar-seille, wo sic erfuhren, daß der KönigLudwig von Frankreich nach Tunissich begeben hätte. Sie setzten dannihre Fahrt »ach Sardinien fort, festentschlossen, ihre Meerfahrt nach demheiligen Lande zu vollbringen, ließenlieh aber von ihren Predigern, wie-wohl nicht ohne Widerspruch, bewe-gen, dem Könige von Frankreich nachTunis zu folgen, wo sie anlangtcn,als der König von Frankreich schongestorben war. Sie wählten nach