554 Gesch l chte der Kren zzüge. Buch vm. K a p. xvn.
^272? wurde, am folgenden Tage, sobald die Ausschiffung derPferde und des Heergeraths vollbracht scyn würde, gegendas Schloß von Carthago vorzurücken. Diese Bewegung
2-. 2 ui.wurde am folgenden Tage**) ausgesührt, und auf dem Wegeder vorhin erwähnte Thurm eingenommen, welcher wah-rend der ganzen Dauer des Kriegs behauptet wurde. Hier-auf lagerte sich das Pilgerheer unterhalb Carthago in einemThale, welches ungefähr eine Stunde von dem Orte derLandung entfernt war und in einer große» Zahl von Brun-nen einen Ueberfluß an trinkbarem Wasser darbot").
Der König von Tunis befand sich nach dem Zeugnisseder morgenlaudischen Schriftsteller zu der Zeit, als er vonden Kreuzfahrern angegriffen-wurde, nicht in einer solchenLage, daß er einen sehr kräftigen Widerstand leisten konnte;vielmehr herrschte in Tunis Hungersnoth und Elend").Ludwig würde daher vielleicht ohne große Schwierigkeit dieseStadt in seine Gewalt gebracht haben, wenn er seine Unter-nehmungen beschleunigt hatte. So wie er aber auf seinerägyptischen Heerfahrt zu Unrechter Zeit gezögert und gün-stige Verhältnisse unbenutzt gelassen hatte, eben so nahm erauch in dem Kriege gegen Tunis nicht die Zeit wahr, inwelcher es möglich gewesen wäre, einem nachdrücklichen Wi-derstande zuvorzukommen; und da er seinen Bruder, denKönig von Sicilien, von dem Beschlüsse, welcher an der sar-dinischen Küste war gefaßt worden, unterrichtet und zurTheilnahme an dem Kriege gegen Tunis eingeladen hatte"),so war es seine Absicht, vor der Ankunft seines Bruders inkeine entscheidende Unternehmung sich einzulassen"). Mtt-
55) Die lainrre secjnenti seitteer ini). IVIsAäaleuLe. I>etr. äeOonäckv 1. c.
. Z6) äe Ooiiäeto 1. c.
§ 7 ) Makrlsi bey Neinaud x. Sr 3 .
Z8) ile Qonäolo exist. xr. 66Z.
59) Oonäino !. 6. Onil.
üe AunA. zgO. 391. Nach einerandern von Peter de Conder mttge-