Fahrt nach Tunis. 249
deshalb, weil er eS nicht wagte, den Krieg wider Aegypten -nach einmal in der von ihm früher versuchten Weise zuführen und neuen Uuglücksfallen sich auszusetzen, dagegenoder hoffte, sein Ziel sicher zu erreiche», wenn er nach derEroberung von Tunis von dort aus zu Wasser und zu LandeAegypten angriffe. Wie es sich auch mit den Gründen,durch welche Ludwig zum Kriege gegen Tunis bewogenwurde, verhalten haben mag, so ist es sehr wahrscheinlich,daß der König diesen Entschluß schon gefaßt hatte, bevorer Frankreich verließ, und daß der Wahl des Hafens vonCagliari, welcher der Küste von Tunis gegennberliegt, zumVcreim'gungsplatze der Flotte dieser damals noch geheim ge-haltene Plan zum Grunde lag
Sobald als der König Ludwig und seine Barone sichzu dem Beschlüsse, den König von Tunis zu bekriegen, ver-einigt hatten, so wurden Anstalten zur Abfahrt der Pilger-flotte getroffen; und der Burgvvgt von Cagliari, als er dieseAnstalten bemerkte, ließ den König von Frankreich um die
45) Bekanntlich versammelte auchker Kaiser Karl V. im Jahre >555 zuCagliari die Macht, mit welcher erTnniS allgriff, S. ^»tunitOonseintui UlavtaUenne lUlrUargSi-a-in Matriu-ei aiiateetis mehlt aevttr. I. I>. 8 sg. )o. Lrroxii Diarin-nvxuestti-tonts 5'nnd..nmc in Lim.SeliLiäti Smixt. rer.'Oeim, '0. II,x. zi-t. Nach den arabischen Nach:richten scheint sowohl der König vonTunis als der Sulla» Bibarü schonvor der Absahrt deü, Königs. LudwigauS dem Hafen von AigueSmortcS dieKunde erhalten zu haben, dag dieRüstungen der sranzösischen Kreuzfah-rern welchen die Königs von Arago-nien, England und Schottland ihrenBcvstand zugesagr hatte», gegen Tu-
nis gerichtet waren; und Makris, er-zählt, dag der König von Tunis durcheinen Ar-geordneten um Frieden batund dem Könige Ludwig ein Ge-schenk von ge>,ouo Goldstücken über-sandte, Ludwig dieses Geschenk zwarannahm, seine Rüstungen aber nichts-destoweniger forlscyte. Auch der Sul-tan VibarS Irak, sobald er jene Nach-richt erhielt, Anstalten, den Königvoll Tunis zu unterstützen. UetnauckDxliairs x. Z-g. Zty. Nach Petervon Coudet tci>t«t. z>. 6L5) mulli ctemonlibus (als die Pilgerflvtte in demMeerbusen von Tunis ankam) eru-Umircs kuAiedaur, ec erctttrur guockaäventruu »ostrum xcuitus lgna-rät-anr.
». ehr.
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