524 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap.XVI.
in dem Besitze des ihm anvertrauten Platzes, jedoch mitder Verpflichtung, die Halste desselben zu räumen ^5).
Der Fürst Boemnnd, nachdem er in wenigen Tagensein Fürstcnthum Antiochien verloren hatte, sah sich gezwun-gen, um Frieden bey dem Sultan Bibars anzasnchen, weiler nach einer so bedeutenden Verminderung seiner Machtnicht im Stande war, seine Grafschaft Tripolis gegen einenAngriff des Sultans zu vertheidigen. Bibars, welcher nachder Beendigung seines glücklichen Feldzugs nach DamascuSzurückgekehrt war und daselbst mit seinen siegreichen Trup-pen und de» gefangenen Christen einen seyerlichen Einzuggehalten hatte, gab zwar den Anträgen des Fürsten Gehör,es war aber nach dem eigenen Zeugnisse der arabischen Ge-schichtschreiber seine Absicht, den Waffenstillstand zu Vorbe-reitungen zur Vernichtung des ihm verhaßten Fürsten zu be-nutzen; und er wagte es sogar, mit den Abgeordneten, welcheer zu Boemund sandte, sich selbst verkleidet nach Tripoliszu begeben, um über den Zustand und die Befestigungendieser Stadt sich zu unterrichten. Ein Lebensbeschreiber desSultans Bibars, der Kadi Mohieddin, selbst einer jener Ab-geordneten, hat uns über dieses kühne Wagstück folgendeNachricht überliefert. „Der Sultan zog mit uns nach Tri-polis, indem er sich für unfern Stallmeister ausgab, um dieLage von Tripolis und die schwachen Stellen der Festungs-
zz) Ebn abdorrahlm bei, Neinauda. a. O. Der Burg Kossair erwähntunter dem Namen caslrum Orrrsa-riuirl als eines BcschthumS der Klcchsvon Antiochien der Papst Jnno-cenzill. in seinen Briefen il.rv.xil.Ag, 3g- cä, Lallix., 1.11, x,Z2i, z22);»nv daraus, das, dieser Papst selbst
xios Iramines eaciexiao Lntioclicnaeirr castro 6,ire»ril commoranse»schrieb, crgiebt sich die damalige Wich-tigkeit dieser Burg. Auch der PapstAlexander IV. erwähnt in einem sei-ner Briefe deS easrrunr (lrrrsLrliHnost eer rsurtioaireirae ecelosise spe-ciLle. S. oben Kap. 12. Anmcrk. IZ.S. 3S'-