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7,2 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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492 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. XV.

^l-üs?'von dem Venetianer Marino Sanuti mitgetheilten Erzäh-lung ließ der Sultan die gefangenen Christen am Abendedes Tages, an welchem Safed übergeben wurde, zum Abfalle ,von ihrem Glauben anffordern; als sie aber, crmulhigt durchdie Ermahnung zweyer Minoriten, des Jakob von Puy unddes Jeremias, und gestärkt durch inbrünstiges Gebet, in wel-chem sie während der Nacht Gott um Beystand angeflehthatten, erklärten, daß sie lieber Alles erdulden, als denGlauben ihrer Väter verlassen wurden: so wurden sechshun-dert Christen auf der Anhöhe, wohin sie waren geführt wor-den, enthauptet, und ihr Wlut floß in Strömen herab vonjener Anhöhe; und die beyden Minoriten wurden, weil sieihre Glaubensgenossen zur Standhaftigkeit ermahnt hatte»,so wie auch der Prior der Templer, geschunden^). Hier-auf ließ nach eben dieser Erzählung der Sultan den Ort,wo die Christen von Safed als Märtyrer gestorben waren,weil in der Nacht ihre Leichname von Hellen Strahlen nm- >leuchtet wurden, mit einer hohen Mauer umgeben.

So wie der Sultan Bibars in der verabschenuttgswür-digen Treulosigkeit, welche er gegen die Templer von Safed,deren Tapferkeit Achtung und Schonung verdiente, beging,als einen rohen Barbaren sich zeigte, eben so erregt nichtgeringen Abscheu folgender Zug seiner gefühllosen Grausam-keit, welchen morgenländische Nachrichten^) überliefert haben.

Als die Christen von Ptolemais zu dem Sultan sandten undihn um die Auslieferung der Leichname der ermordeten Chri-sten von Safed baten, indem sie sagten, daß die Leichname

66) Auch Siffcid (I. o.) erwähntdes von dem Sultan gemachten Ver-suchs, die Christen von Safed zumAbfalle vom Christenthume zu verlei-ten ! Los omnes t Soiärnni Labxlo-

niae ) in iiäe examineii teait; ixsivero omnes xraeter ocro in eontes-«ione Miiieti oavisi snnr.

66) Fortsetzung des Elmaktn bevNeinaud x. ggg.