. Cap. 6.
W einen.
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weiß, wie unwiderstehlich die Augenbrauen unter dem Einflüsse einesintensiv hellen Lichtes herabgezogen werden. Die Augenlider blinkenauch unwillkürlich, wenn ein Gegenstand in der Nähe der Augen be-wegt oder ein Laut plötzlich gehört wird. Die bekannte Thatsaclie,daß ein helles Licht manche Personen veranlaßt, zu niesen, ist selbstnoch merkwürdiger. Denn hier strahlt Nervenkraft aus gewissenNervenzellen in Verbindung mit der Netzhaut nach den empfindendenNervenzellen der Nase hin, welches ein Kitzeln in dieser hervorruft,und von diesen geht die Bewegung der Nervenkraft weiter auf die-jenigen Zellen, welche die verschiedenen respiratorischen Muskeln (dieRingmuskeln eingeschlossen) beherrschen, die dann die Luft in einerso eigenthümlichen Weise austreiben, daß sie allein durch die Nasen-löcher hervorbricht.
Um aber auf unseren Gegenstand zurückzukommen: Warum wer-den während eines Schreianfalls oder anderer heftiger exspiratorischerAnstrengungen Thränen abgesondert? Da ein unbedeutender Schlagauf die Augenlider eine reichliche Thränenabsonderung veranlaßt, soist es mindestens möglich, daß die krampfhaften Zusammenziehungender Augenlider durch heftiges Drücken auf den Augapfel in einerähnlichen Weise etwas Absonderung verursachen. Dies erscheint mög-lich, obschon die willkürliche Zusammenziehung derselben Muskelnkeine solche Wirkung hervorbringt. Wir wissen, daß ein Menschnicht willkürlich mit nahezu der gleichen Kraft niesen oder hustenkann, als wenn er es automatisch thut; und dasselbe gilt für dieZusannnenziehnng der ringförmigen Muskeln. Sir Ch. Beul machtean diesen letzteren Versuche und fand, daß beim plötzlichen und ge-waltsamen Schließen der Augenlider im Dunkeln Lichtfünken gesehenwerden wie die, welche durch ein Schlagen der Augenlider mit denFingern hervorgerufen werden. „Aber beim Niesen ist das Zusammen-„drücken sowohl rapider als auch gewaltsamer und auch die Funken„sind glänzender. Daß diese Funken eine Folge der Zusammenzie-„hung der Augenlider sind, ist klar, weil, wenn diese während des„Actes des Niesens offen gehalten werden, keine Lichtempfindung„erfahren wird.“
In den eigenthümlichen von Prof. Doxdeks und Mr. Bowmanangeführten Fällen haben wir gesehen, daß einige Wochen, nachdemdie Augen unbedeutend beschädigt worden waren, krampfhafte Zusam-menziehungen der Augenlider erfolgten, und diese waren von einemprofusen Thränenergusse begleitet. Bei dem Acte des Gähnens sinddie Thränen allem Anscheine nach nur Folgen der krampfhaften Zu-