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Mittel des Ausdrucks liei Tliieren.
Cap. 4.
vorwärts, als wollte er den Mann angreifen, ohne irgend eine wirk-liche Absicht es zu thun, aber doch, wie der Wärter bemerkt, in derHoffnung den Mann zu erschrecken. Wird der Gorilla zur Wuth ge-reizt, so erscheint er nach der Beschreibung des Mr. Foed 9 „mit auf-„gerichtetem und vorstehendem Kamme, erweiterten Nasenlöchern„und nach unten geworfener Unterlippe; zu gleicher Zeit stößt er„seinen characteristischen Schrei aus, gewissermaßen um seinen Gegner„zu erschrecken.“ Beim Anubis-Pavian sah ich, wie sich in der Er-regung des Zorns das Haar dem Bücken entlang vom Nacken bis zuden Lenden sträubte, aber nicht am Rumpfe oder an anderen Theilendes Körpers. Ich brachte eine ausgestopfte Schlange in das Affenhausund im Augenblicke sträubte sich bei mehreren Species das Haar indie Höhe, besonders am Schwänze, wie ich es namentlich bei demCrrcopithecus niditcuis beobachtete. Bhehm gibt an 10 , daß der Mida, s-oedipus (eine zur Abtheilung der americanischen Affen gehörige Form)im Affecte seine Mähne aufrichtet, um, wie er hinzufügt, sich soschrecklich als möglich aussehend zu machen.
Bei den Raubthieren scheint das Sträuben der Haare beinaheganz allgemein zu sein; es wird häufig von drohenden Bewegungen,wie dem Zeigen der Zähne und dem Ausstößen wilden Gebrülls be-gleitet. Beim Herpestcs habe ich das Haar nahezu über den ganzenKörper mit Einschluß des Schwanzes aufrecht stehen sehen; beiHyaena und JProtrles wird der Rückenkamm in einer auffallendenWeise aufgerichtet. Der Löwe richtet im Affecte der Wuth seineMähne empor. Das Sträuben des Haares beim Hunde dem Nackenund Rücken entlang und bei der Katze über den ganzen Körper isteine Jedermann bekannte Erscheinung. Bei der Katze tritt es augen-scheinlich nur im Affecte der Furcht ein, beim Hunde unter demdes Zorns und der Furcht, aber nicht, so weit ich es beobachtet habe,bei unterwürfiger Furcht, wie wenn ein Hund von einem strengenWildwart geschlagen werden soll. Wenn aber ein Hund sich zumKampfe aufgelegt zeigt, wie es zuweilen vorkommt, so geht das Haarin die Höhe. Ich habe häufig bemerkt, daß das Haar des Hundesbesonders gern sich sträubt, wenn er halb im Zorne ist und halb sichfürchtet, wie z. B., wenn er im Dunkeln irgend einen Gegenstand nurundeutlich sieht.
9 Citirt von Huxley in: „Zeugnisse tür die Stellung des Menschen in derNatur.“ Übersetzung. 1863. S. 59.
10 Illustrirtes Thierleben. (1. Aufl.) Bd. I. S. 130. ['1. Aufl. S. 233 von llaptdeRosalia.]