Cap. 2.
Princip des Gegensatzes.
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Absicht des Hundes ist, seinen Feind iinzugreifen; sie sind hiernachin hohem Grade verständlich. Da er sich darauf vorbereitet, miteinem wilden Knurren auf seinen Feind einzuspringen, so sind dieEckzähne unbedeckt und die Ohren werden rückwärts dicht an denIvopf angedrückt; mit, diesen letzten Bewegungen haben wir es aberhier nicht zu thun. Wir wollen nun annehmen, daß der Hund plötz-lich die Entdeckung macht, der Mann, dem er sich nähert, sei keinFremder, sondern sein Herr; und nun muß man beobachten, wie voll-ständig und augenblicklich seine ganze Haltung mngewandelt wird.Anstatt aufrecht zu gehen, sinkt der Körper nach abwärts oder ducktsich, und führt windende Bewegungen aus; der Schwanz, statt steifund aufrecht gehalten zu werden, wird gesenkt und von der einenzur andern Seite gewedelt; das Haar wird augenblicklich glatt; dieOhren sind heruntergeschlagen und nach hinten gezogen, aber nichtdicht an den Kopf; die Lippen sind schlaff. Dadurch, daß die Ohrennach hinten gezogen werden, werden die Augenlider verlängert unddie Augen erscheinen nicht länger mehr rund und starr. Man mußnoch hinzunehmen, daß das Thier zu solchen Zeiten in einem vorFreude aufgeregten Zustand sich befindet; es wird dabei Nervenkraftin Überschuß erzeugt, welche naturgemäß zu Handlungen irgendwelcher Art führt. Nicht eine der soeben bezeichneten Bewegungen,welche einen so deutlichen Ausdruck der Zuneigung darstellen, istvon dem geringsten directen Nutzen für das Thier. So weit ich esübersehen kann, sind sie nur dadurch zu erklären, daß sie in einemvollständigen Gegensätze zu der Haltung und den Bewegungen stehen,welche aus leicht einzusehenden Ursachen eintreten. wenn ein Hundzu kämpfen beabsichtigt, und welche demzufolge bezeichnend fürden Zorn sind. Ich ersuche den Leser, die vier beistehenden Ab-bildungen zu betrachten, welche in der Absicht gegeben wurden,um die Erscheinungen eines Hundes unter diesen beiden Seelen-znständen lebendig in’s Gedächtnis zu rufen. Es ist indessen nichtwenig schwierig, die Zuneigung bei einem Hunde darzustellen, währender seinen Herrn liebkost und mit seinem Schwänze wedelt, da dasWesentliche des Ausdrucks hier in den beständigen gewundenen Be-wegungen liegt.
Wir wollen uns nun zu der Katze wenden. Wenn dies Thiervon einem Hunde erschreckt wird, so krümmt es den Rücken in einerüberraschenden Art und Weise, richtet das Haar empor, öffnet, dasMaul und spuckt. Wir haben es aber hier nicht mit dieser so be-kannten Haltung zu thun, welche für den Schreck in Verbindung mit