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Einleitung.
zustande characterisiren. Nichtsdestoweniger sind doch, wie ich hoffe,einige dieser Zweifel beseitigt worden und zwar einmal durch dieBeobachtung kleiner Kinder, der Irren, der verschiedenen Menschen-rassen, der Kunstwerke und endlich der Gesichtsmuskeln, wie dieseunter der Wirkung des Galvanismus in Dr. Duchenne’s Versuchenerscheinen.
Es bleibt aber noch immer die viel bedeutendere Schwierigkeitübrig, nämlich die Ursache oder den Ursprung der verschiedenen Aus-drucksformen einzusehen und zu beurtheilen, ob irgend eine theoretischeEiklärung zuverlässig ist. Außer dem Versuche, mit unserem Ver-stände, so gut wie wir nur ohne Hülfe irgend welcher Regeln eskönnen, zu beurtheilen, welche von zwei oder mehr Erklärungendie zufriedenstellendste ist, oder ob beide völlig unbefriedigend sind,sehe ich nur einen Weg, unsere Schlußfolgerungen zu prüfen. Der-selbe besteht darin, daß wir beobachten, ob dasselbe Princip, durchwelches dem Anscheine nach die eine Ausdrucksform erklärt werdenkann, in anderen verwandten Fällen angewendet werden kann, undbesonders, ob ein und dasselbe allgemeine Princip mit befriedigendenResultaten sowohl auf den Menschen als auf die niederen Tliiere an-wendbar ist. Ich bin zu glauben geneigt, daß diese letztere Methodevon allen die brauchbarste ist. Die Schwierigkeit., die Wahrheit irgendeiner theoretischen Erklärung zu beurtheilen und dieselbe durch einebestimmte Untersuchungsweise zu prüfen, beeinträchtigt in hohemMaße das Interesse, welches dies Studium eigentlich wohl zu erregenganz geeignet scheint.
Endlich möchte ich in Bezug auf meine eigenen Beobachtungenerwähnen, dass dieselben im Jahre 1838 begonnen 'wurden und daßich von jener Zeit an bis auf den heutigen Tag gelegentlich demGegenstände Aufmerksamkeit geschenkt habe. Zu der eben angegebenenZeit war ich bereits geneigt, an das Princip der Entwicklung oderder Herleitung der Arten von anderen und niedrigeren Formen zuglauben. In Folge hiervon fiel mir, als ich Sir Ch. Bell’s großesWerk las, dessen Ansicht, daß der Mensch mit gewissen Muskelnerschaffen worden sei, welche speciell zum Ausdrucke seiner Empfin-dungen eingerichtet seien, als unbefriedigend auf. Es schien mir viel-mehr wahrscheinlich zu sein, daß die Gewohnheit unsere Gefühle durchgewisse Bewegungen auszudrücken, wenn sie auch jetzt zu einer an-angeborenen geworden ist, doch in einer gewissen Art und Weise all-mählich erlangt worden sei. Es war aber in keinem geringen Gradeverwirrend, herausfinden zu sollen, wie derartige Gewohnheiten erlangt