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3 (1828)
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welk sich entschieden zu dramatischer Epoche neigt» sievorbereitet und verkündet.

Ist es Zweck der Poesie: die Natur des Men-schen, das Leben, in ihrer innersten Eigenthümlich-keit, ihren Grundtiefen aufgefaßt» in den bedeutsam-sten Momenten, in der Krise darzustellen, in wel-chen sie im Sturme der Leidenschaften oder im Dran-ge, in den Launen des Schicksals hervortreten; dieNathsel des Lebens in dem Hauche der Ironie, demewigen Zwiespalte zu losen, in dem alles irdische Thunund Treiben, Lust und Leid, mit der Weltansichtdes seiner Heimath bewußten, von der Nichtigkeitdes Lebens durchdrungenen Dichtergeistes steht und ver-schmilzt; soll der Dichter sodann stumm und unsichtbar,ein Gott, über seiner Schöpfung, der Dichtung schwe-ben, nur sie sprechen lassen, und ist die Poesie also dieeigentliche Seele des Lebens : so erweist sich die dra-matische Form als die allein ihr gemäße, der dramatischeStoff als der allein darstellbare, und die höchste Zweck-mäßigkeit, der in allen ihren Lheilen harmonisch voll-endeten Kunstschöpfung, wie sie das innere Weltalldes Dichters gebiert, wird zum Grunddedingnis derDichtkunst im Allgemeinen.

Hat der in das Allerheilige des Tempels derPoesie gedrungene Dichter, den Stoff, die Ideezu einem, diesen Forderungen entsprechenden Kunst-werke empfangen; muß dann, in Folge der höchsten

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