Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
27
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Ihr seiner bedürft, nickt fehlen: die Liebe ist uner-schrocken! Nun, und wenn Ihr sie liebtet, die Eu-rer Seelsorge anvertraut sind, die Ihr Kinder nennt,und Ihr sähet zwei von ihnen, zugleich mit Euch inGefahr, o gewiß! so wie Ihr aus Schwäcke desFleisches für Euch selbst zittertet, so mußtet Ihr ausBarmherzigkeit für sie zittern; werdet Euch Eurerübereilten Furcht geschämt haben, als einer Folge EurerGebrechlichkeit; werdet um Stärke, diese Versuchungzu überwinden, sie von Euch zu entfernen, gefleht ha-den: aber die heilige, edle Furcht für Eure Nächsten,für Eure Kinder werdet Ihr haben walten lassen, sie wird^ Euch keine Ruhe gelassen, Euch angeregt, gezwungenhaben, nachzudenken, alles Mögliche zu Abwendungder über ihnen schwebenden Gefahr, anzuwenden ....Was hat Euch diese Furcht und Liebe eingegeben?Was habt Ihr für sie gcthan? gedacht?"

Er schwieg erwartungsvoll.

Sechsundzwanzigstes Kapitel.

Bei einer solchen Frage blieb Don Abbondio, derwohl auf minder bestimmtere Antwort gesunden hatte,lautlos. Und in der That, empfinden selbst wir,vor unserem Manuskripte, die Feder in der Hand,die wir nichts anderes als widerspenstige Nedejatze zu