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3 (1828)
Entstehung
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Man sehe, wie oft eine Kleinigkeit über das ganzeLeben eines Menschen entscheidet. Hatte Renzo, wieer es anfänglich wollte, jetzt sein Leben in diesem Dorfezubringen müssen, er würde wenig frohe Stundenin ihm genossen haben.

Mannichfacher Verdruß hatte ihn endlich verdrieß-lich gemacht. Er war gegen Alle mürrisch, denn je-der konnte einer von Luziens Splitterrichtern scyn:wir wollen nicht sagen, daß er geradezu beleidigte;aber man weiß, wie so viele, nicht geradezu gegen alleSitte verstoßenden Dinge geschehen können, ehe manhandgemein wird. Er hatte in seinen Gesichtszügen stetsein bitteres Lächeln bereit, fand überall zu tadeln undzu kritteln, und es brauchte nur zwei Tage hintereinanderzu regnen, so rief er gleich aus:Was kann man ineinem solchen Dorfe Besseres verlangen! "

Er hatte sich schon mit einer gewissen Anzahl Per-sonen, auch mit solchen Überwerfen, die ihm anfäng-lich gut waren, würde mit der Zeit, wie eines i'm-msr das andere giebt, gewissermaßen zu förmlichenFeindseligkeiten mit aller Welt gekommen seyn, ohnevielleicht selbst die Grundursache, die Wurzel allesNebels sich nennen zu können-

Aber die Pest schien es auf sich genommen zuhaben, 'Renzo's Verlegenheiten alle zu enden. Siehatte den Besitzer einer anderen, gleichsam an denThoren von Bergamo gelegenen Seidenspinnerei weg-gerafft; sein Erbe, ein junger Bruder Liederlich, der