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3 (1828)
Entstehung
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358
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und sie wieder eben danieder pflanzen, tausend Ka-priolen machen, ehe sie einen Schritt weiter thun,und dann mit einem Male sich in Karriere setzen undgleichsam vom Winde evktragen werden, so hatte sichdie Zeit für ihn gewandelt: anfänglich schienen ihmMinuten Stunden, jetzt Stunden Minuten.

Die Witwe störte die Traulichkeit .keineswegs,sondern paßte sich herrlich zur Gesellschaft, und Ren-zo, der sie in jenem abscheulichen Bette gesehen hatte,hätte ihr nun und nimmermehr so gesellige, heitereLaune zugetraut; Lazareth und Landleben, Tod undHochzeit sind aber auch ganz verschiedene Dinge!Mit Agnesen hatte sie bereits Freundschaft geschlossen;sie mir Luzien zu sehen, war eine wahrhafte Freude,so zärtlich, so munter, und wie zwanglos hielt sieNicht das Mädchen an, und vermochte es, ihremBetragen und ihren Worten mehr Seele cinzufloßen.

Renzo sagte endlich, er gehe zu Don Abbondio,die nöthigen Verabredungen wegen der Hochzeit zutreffen. Er ging hin und sagte ihm mit einer gewisssen, ehrfurchtsvollen, scherzenden Miene:HerrPfarrer, ist der Kopfschmerz endlich vorüber, dessent-wegen Ihr uns, wie Ihr sagtet, nicht trauen konn-tet? Jetzt sind wir bereit; die Braut ist da; und ichbin gekommen, Euch zu fragen, welche Zeit Eucham gelegensten ist: diesmal muß ich Euch aber bit-ten, Euch dazu zu halten." Don Abbondio ant-wortete zwar nicht, daß er nicht wolle; sing aber doch

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