352
si,«
erfuhr, die ihr den Schlüssel zu manchem Geheim-Nisse gaben und ihre Seele mit schmerzlichem, furcht- ^
vollem Staunen füllten. Sie erfuhr von der Witwe, ^
daß die Unglückliche den Verdacht entsetzlicher Hand-lungen auf sich geladen habe, deshalb vom Eardinale ..
in ein Kloster in Mailand geschafft worden, daselbstnach langem Toben und langer Widerspenstigkeit insich gegangen sey und bekannt habe; und daß ihrgegenwärtiges Leben freiwillige Büßung der Art sey, ^ ^
daß Niemand, wolle er sie nicht gar tödten, strengere ^
erfinden könne. Wer nähere Auskunft über diesetraurige Geschichte zu haben verlangt, findet sie bei Mr
Ripamonti. *) ist ii i
Das andere: daß Luzia, die alle Kapuziner, die NÄti!
sie !m Lazarcthe ansichtig werden konnte, nach dem «in >>
Pater Christoforus fragte» von ihnen, mit mehr mia,
Schmerz als Staunen vernahm, er sey an der Pest si,jw
verschieden. ^
Endlich wünschte sie aber auch, bevor sie abreise, ^
etwas über ihre alte Herrschaft zu erfahren, und wäre ^ ^
das Eine oder Andere leben geblieben, ihrer Pflichtnachzukommen. Die Witwe begleitete sie nach demHause, wohin, wie ihnen bekannt war, Beide sichbegeben hatten. Hinsichtlich Donna Praxediens ge- . ^
nügt zu sagen, daß sie todt war; Don Ferrante'n ^
können wir aber als Gelehrten nicht so rasch abfertigen. ^
^ illi
*) Nixsnr. Hi-t. kst. vsc. V, I.ib. VI. Lar>. III. ,
!!>.