gut dos Mädchen ist; manchmal ist sie aber ein we-nig eigensinnig mit ihren Ideen. Nach so vielenVersprechungen, nach allem, was Ihr wißt, sagtsie mir jetzt, sie könne mich nicht heiralhen, weil,sagt sie, was weiß ich? weil ihr in jener schlimmenNacht der Kopf ein wenig warm geworden ist und siesich, wie man so sagt, der heiligen Jungfrau geweihthat. Ist das nicht unbesonnen? Es mag wohl rechtvernünftig bei Jemand seyn, der einen Grund dazuhat und weiß, wie und warum er es anfängt, aberfür uns gemeinen Leute, die wir es nicht wissen ....nicht wahr, geht so etwas nicht an?"
„ Ist sie sehr fern von hier?"
„Ach nein: ein paar Schritte jenseit der Kirche."
„ Warte hier einen Augenblick," sagte der Pa-ter: „wir gehen zusammen hin."
„Ihr werdet ihr schon verständlich machen...."
„Ich weiß noch nicht, mein Sohn; ich muß ersthören, was sie mir sagen wird."
„Ich verstehe," sagte Renzo, senkte die Augenstarr zu Boden, verschränkte die Arme über derBrust und strebte seine peinliche Ungewißheit zu be-zwingen. Der Pater suchte abermals jenen PaterViktor auf, bat ihn, seine Stelle nochmals zu ver-treten, ging in die Hütte, kam mit dem Korbe wie-der heraus, trat zu dem Harrenden, sagte ihm:„Laß uns gehen;" ging voraus, jener Hütte zu,in die sie vor Kurzem zusammen gingen, ließ diesmal