Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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Du mich wirklich nicht mehr liebtest.... so sag' esnur.... rede frei ...."

Sey barmherzig, Nenzo, sey barmherzig! Beiallem, was Dir heilig ist, höre auf, höre auf, tödte mich

nicht_Es würde Dir nicht wphl ergehen. Geh

zum Pater Christoforus, empfiehl mich In sein Gebet,komme nicht wieder, komme nicht zurück."

Ich gehe: glaube aber nicht, daß ich nicht wie-derkomme. Ich komme wieder, wäre es von derWelt Ende, ich komme zurück." Und er verschwand.

Luzia ging zu dem Bette, setzte sich, oder sankvielmehr neben ihm zur Erde; sie stützte das Hauptan die Bettwand und fuhr unaufhaltsam zu weinenfort. , Die Frau, die bisher große Augen und weiteOhren gemacht, kaum geathmet hatte, fragte, wasdiese Erscheinung, dieser Streit, dies Weinen zu be-deuten habe- Vielleicht fragt aber auch der Leser,wer denn diese Frau sey: wir können ihn mit wenigenWorten zufrieden stellen.

Sie war Witwe eines Kaufmanns, etwa dreißigJahre alt, hatte in Zeit von wenigen Tagen ihrenMann und alle ihre Kinder sterben sehen; war balddarauf von der allgemeinen Ansteckung selbst ergriffen,zum Lazareth und in diese Hütte gebracht worden,gerade, als Luzia, nachdem sie, ohne ihrer bewußtzu scyn, den größten Sturm der Krankheit überstan-den und zum öfteren die Leidensgefährtinnen gewech-selt hatte, ansing, wieder zu sich und zur BesinnungIII. X