Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
308
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prüfte, von Reihe zu Reihe, Antlitz nach Antlitz,ohne ein einziges zu übersehen; der langsame Gangdes Zuges gewährte ihm dazu alle Bequemlichkeit.Der Zug kommt ihm immer mehr vorüber; er siehtund sieht; immer vergebens; wirft halbe Blicke aufden noch zurückseyenden Haufen, der immer gerin-ger und geringer ward; es sind nur noch wenige Rei-hen , es kommt die letzte, sie sind alle vorüber, sindlauter ungekannte Gesichter.

Mit herabhangenden Armen, das Haupt auf dieeine Schulter niedergesenkt, laßt er das Auge derfort-ziehcnden Schaar nachschweifen, wahrend die derMänner an ihm vorbeikommt. Neue Aufmerksam-keit, neue Hoffnung erstand ihm, als er ihnen eini-ge Karren mit den Genesenen nachfahrcn sah, wel-che noch unfähig waren, den Weg zu Fuße zurück-zulegen. Hier kamen die Weiber zuletzt und die Kar-ren fuhren langsam genug, daß Renzo auch dieseKranken, ohne Ausnahme eines einzigen, musternkonnte. Aber wie? ec sieht sich im ersten um, imzweiten, im dritten, in allen, immer mit dem näm-lichen Erfolge, in allen bis mit einem, hinter demweiter nichts kam, als ein anderer Kapuziner, ern-sten Ansehens, einen Stock in der Hand haltend,wie als Mitaufseher des Zuges: jener Pater Michael,von dem wir schon sagten, daß er dem Pater Felixals Gehülfe in der Leitung des Ganzen beigegeben sey.

So schwand denn ganz und gar jene süße Hoff-