Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
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nung, entnahm, indem sie schwand, nicht nur dieHoffnung, welche sie hatte entstehen lassen, sondern,wie es gewöhnlich der Fall ist, ließ die Seele in nochschlimmerem Zustande als in dem sie vorher war.Jetzt war der glücklichste Fall nur, Luzicn krank an-zutreffen. Und doch hing sich der Arme, da sich derHeftigkeit bestehender Hoffnung vcrmehrtere Furchtunterschob, mit allen Kräften der Seele an diesentraurigen, so schwachen Faden; verließ den breitge-bahnten Weg und ging dem Orte zu, von wo dieProzession gekommen war. Als er am Fuße desTempels stand, warf er sich auf der untersten Stufeauf die Kniee nieder, richtete daselbst ein Gebet, odervielmehr einen Schwall unzusammenhängender Wor-te» abgebrochener Redesätze, Ausrufungen, Bitten,Klagen, Versprechungen an Gott: eine der Anreden,die man nicht an die Menschen richtet, weil diese zuwenig Scharfsinn besitzen, sie zu verstehen, noch hin-reichende Geduld, sie anzuhören; weil sie nicht erha-ben genug sind, Nachsicht, und nicht Unwillen dabeizu empfinden.

Er erhob sich ein wenig ermuthigter; ging umdie Kirche herum, befand sich auf dem anderen Haupt-wege, den er noch nicht gesehen hatte, und der zumandern Thore führte, und er war nicht viel weiterMangen, als er zu seiner Rechten und Linken den Ver-schlag bemerkte, von dem der Pater ihm sagte; über-all aber Durchgänge und Durchbrüche» wie er auch