Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
307
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neu gebadet, als wäre er einer derer gewesen, an diejene seltsame Bitte um Vergebung gerichtet war, wichebenfalls zurück, trat dicht neben eine Hütte undblieb daselbst, halb versteckt, den Körper zurückgezo-gen, den Kopf vorgebogen, die Augen weit offen, un-ter großem Herzklopfen, aber auch mit einer ganzneuen, eigenthümlichen Zuversicht, die, nach mei-nem Dafürhalten, wohl aus der Weichheit entsprun-gen seyn mochte, in die ihn die Predigt und das Schau-spiel der allgemeinenRührung versetzt hatte,erwartungs-voll stehen. Barfuß, den Strick um den Hals, jeneslange, gewichtige Kreuz emporgehoben, nahete PaterFelix; mit bleichem, abgezehrtem Antlitz, das sowohlZerknirschung als Muth darthat; langsamen, aberentschlossenen Schrittes, als wolle er der AnderenSchwache schonen; in allem wie ein Mann, der ausjenen nothwendigen, von seinen Pflichten unzertrenn-lichen Beschwerden und Ungemach eine Ueberfülle vonKräften zu schöpfen schien, sie zu ertragen. Unmit-telbar nach ihm folgten die größeren Kinder, größ-tentheils barfuß, wenige nur völlig bekleidet, einigein bloßen Hemden. Dann kamen die Frauen, derenfast jede ein kleines Kind an der Hand führte und dieabwechselnd das Miserere sangen; und der heisere Tondieser Stimmen, die Blasse und Mattigkeit aller Ge-sichter waren wohl geeignet, schon das Gemüth einesJeden , der sich nur als bloßer Zuschauer in der Nähebefand, mit Mirlcidcn zu erfüllen. Renzo aber sah,

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