303
Versammlung, und Renzo nabm bald an des PatersBewegungen ab, daß derselbe die Predsqt begonnenhatte. Er wand sich durch die engen Raume undnäherte sich, wie ihm geheißen war, dem Ende derGemeine. Angelangt, blieb er still und schweigsamstehen, überflog alles mit seinem Blick; sah abernichts, als eine dicht gedrängte Menge Köpfe, in de-ren Mitte eine gewisse Anzahl mit Tüchern undSchleiern bedeckter. Dahin sah er scharfer und auf-merksamer; da er aber auch hier nicht das Geringsteweiter zu erspähen vermochte, erhob er seinen Blick,wohin die Blicke der Anderen gerichtet waren. Erblieb fest und unverwandt an der ehrwürdigen Gestaltdes Redners hangen; und mit der Aufmerksamkeit,die Renzo in solcher Spannung, bei solchem Anblickezu fesseln vermochte, vernahm er diesen Theil desfeierlichen Zuspruchs: „ Wenden wir unsere Gedan-ken einen Augenblick auf die Tausende und aberTausende, welche dort hinausgingen;" und er deu-tete mit über der Achsel gehobenen Finger hinter sichauf das, nach dem Sankt Gregoriuskirchbof führendeTbor, der damals fast eine einzige weite Gruft war:„Werfen wir noch einen Blick zurück auf die Tau-sende und aber Tausende, welche hier zurück bleiben,ungewiß, wo hinaus sie dereinst gelangen werden;werfen wir einen Blick auf unser kleines Häufleinselbst, die wir errettet in das Leben zurückkehren.Der Herr sey gelobt! Gelobt als Richter, gelobt als