Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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mit ihm vorgegangenen Veränderung: gebückte,traurige Körperhaltung; abgezehrtes, geschwundenesAntlitz; alles zeugte von einer erschöpften Natur,gebrochener, erstorbener Lebenskraft, die sich in jedemAugenblicke an der Kraft der Seele schien stützen undaufrichten zu müssen.

Auch sein Blick ruhte aufmerksam auf dem aufihn zukommenden jungen Menschen, der durch Zei-chen, er wagte nicht, durch Worte, sich ihm bemerk-bar und erkenntlich zu machen versuchte.

„Ach, Pater Ehristosorus!" sagte er, als ernahe genug war, gehört zu werden, ohne nvthig zuhaben, zu schreien.

„Du hier!" sagte der Pater, seine« Teller nie-dersetzend und ausstehend. ? Ä,^.

„ Wie geht es Euch, Pater? Wie gebt es Euch ?"

„ Besser als den vielen armen Unglücklichen, dieDu siehst," cntgegnete der Mönch: auch seineStimme war heiser, hohl, wie alles andere an ihmverwandelt. Nur das Auge noch wie sonst, aufseltsame Weise noch belebter und glanzender; die durchThaten zur äußersten Höhe gelangte Menschenliebefüllte es, in der entzückenden Ahnung, ihrem Ursprün-ge nah zu seyn, mit einem wärmeren, reineren Feuer,als die Körperhinfalligkeit von Stunde zu Stundedämpfte.

„Wie bist Du aber," fuhr er fort, „an diesemOrte? weshalb stellst Du Dich der Pest so blos?"