Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
277
Einzelbild herunterladen
 

277

derte Jener: Du wirst Mailand nicht zu Grunderichten."

Zum guten Glück war Niemand in der Nähe,der es hatte vernehmen können- Der Zug hatte aufder linken Seite der Straße angehalten, Renzorennt schnell auf die andere, lauft dicht an der Mau-er hin, lauft weiter bis zur Brücke, lauft über siehin, folgt der bekannten Straße in der Vorstadt, er-kennt das Kapuzinerklostec, ist dicht bei dem Ein-gänge, erblickt die hervorstehende Ecke des Lazarethes,passirt das Gitterthor und sieht den äußeren Schau-platz dieses Bezirkes vor sich ausgebreitet: sieht nichtein Anzeichen oder Merkmal, sondern eine weite,mannichfaltige, unbeschreibliche Szene.

Längs den beiden Seiten, die sich entgegenstellen)wenn man von diesem Punkte eintritt, war ein un-geheures Gewirr, Zuströmen, Ueberströmen, Sto-cken: Knaben kamen schaarweise in das Lazareth;einige saßen oder lagen an den Ufern des einen oderandern Graben, die dem Wege entlang laufen; ent-weder fehlte es ihnen an Kräften, sich bis in den Zu-fluchtsort selbst zu schleppen, oder sie hatten ihn ver-zweifelnd verlassen, waren zu kraftlos, weiter zukommen; andere lagen erstarrt hie und da herum,viele hatten wirklich die Vernunft verloren; einer er-zählte eifrig einem Unglückseligen, von der Krankheitganz Danicdergeworfencn, seine tollen Phantasieen;eine anderer raste; aber ein anderer stand mit la-