Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
266
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vergebens, schrien vergebens: sie wollten auf ihremeigenen Bette sterben, und beantworteten die Flücheund Befehle der sie geleitenden Monatti mit ohnmäch-tigen Verwünschungen; andere gingen stumm einher,scheinbar ohne Schmerz, ohne Hoffnung, wie Wahn-sinnige; Weiber, ihre kleinsten Kinder am Halse tra-gend, altere Kinder nebenher laufend, mehr überdas Geschrei, über die Führer, die Gefährten er-schrocken als über dst ungewisse Idee des Todes, mitlautem Gejammer nach ihrer Mutter, nach den treu-en Mutterarmen und dem heimischen Wohnorte ver-langend. Ach! und vielleicht war die Mutter, diesie meinten schlafend auf ihrem Bette verlassen zu ha-ben, sinnberaubt, von der Krankheit plötzlich ergriffen,niedergesuiiken, auf einem Karren zum Lazarcthe,oder, kam er zu spat, zur Grube geführt zu werden.Vielleicht, o, noch beweinenswertheres, bittreres Un-glück ! hatte die Mutter über ihren Leiden alles, auchihre Kinder vergessen, hatte nur einen Gedanken, denan ein ruhiges Ende. Und doch sah man in aller derVerwirrung manches Beispiel von Treue und Liebe:Eltern, Brüder, Gatten unterstützten ihre Geliebten,begleiteten sie mit Worten des Trostes; und nichtblos Erwachsene, auch Knaben, Mädchen geleiteten ihreGeschwister zarteren Alters, trösteten sie mit männlichemErnste und Barmherzigkeit, ermahnten sie zu gehorchen,versicherten ihnen, man bringe sie an einen Ort, wo ande-re die Sorge um sie, um rhre Heilung übernehmen